Ich bin zutiefst traurig, dass es für mich nicht mehr gepasst hat. Die Eragon Reihe hat in meiner Jugend die Liebe zu Fantasy entfacht. Bis alle 4 Bänder draussen waren, habe ich also mindestens 4x rereadet und ich hatte es geliebt. Dementsprechend kann es ja eigentlich nicht am Schreibstil von Paolini gelegen haben. Der sollte mir ja bekannt sein.
Vielleicht liegt es daran, dass ich eben so viele tolle Erinnerungen an Eragon hatte. Ich hatte bereits vor Lesestart von Murtagh Angst, dass es nicht das gleiche sein wird. Eben dass ich enttäuscht werde. Vielleicht waren also meine Erwartungen zu hoch.
Für mich war irgendwie alles so lang gezogen. Das Buch hat knapp 800 Seiten und ich habe bei 73% abgebrochen. Das was ich gelesen habe, könnte ich in wenigen Sätzen zusammenfassen. Das ist für mich schon nicht stimmig.
Teilweise werden Dinge beschrieben, die in meinen Augen einfach nur unnötig sind. Zum Beispiel wird über 3 Seiten lang über Murtaghs Bart geschrieben. Dass dieser ja jetzt länger ist und deshalb total kratzt und beisst. Aber er möchte ihn nicht wieder schneiden, weil er ja keinen schlauen Spiegel und Messer hat und mit Magie traut er sich nicht. Aber wenn der Bart lang ist, müsste man ihn ja gut pflegen und dass will er ja auch nicht. Und ich sitze vor dem Buch und denke WTF?!
Solche Passagen waren leider keine Seltengeit. Zudem kam mir die Geschichte zwischenzeitlich wie ein Game vor. Hier haben wir die Quest. Damit wir diese erfüllen können, müssen aber zuerst x-Nebenquests absolviert werden. Auf diesem Weg machen wir dann aber noch ein paar andere Nebenquests, weil ja.
Ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen. Ganz lange habe ich versucht es fertig zu lesen. Aber mir hat es die Lust am Lesen genommen, weshalb ich dann schlussendlich doch abgebrochen habe. Wäre die ganze Nostalgie nicht da gewesen, hätte ich wahrscheinlich schon viel früher aufgehört. Für mich leider eine sehr enttäuschende Umsetzung von einem wunderbaren Charakter. Schade.