In einer kleinen Bar irgendwo in Maine trifft der Gesangsstudent Lionel auf David, der Komposition studiert. Die beiden verstehen sich sofort und werden Freunde. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, wird David eingezogen, und Lionel bleibt aufgrund seiner Sehschwäche zurück. Doch als er kurz nach dem Krieg einen Brief erhält, in dem David ihn darum bittet, gemeinsam mit ihm durch New England zu reisen, um Volkslieder auf Wachszylinder aufzunehmen, zögert Lionel nicht lange und begleitet ihn.Ben Shattucks Die Geschichte des Klangs ist mir in den letzten Wochen einige Male in meiner Buch-Bubble über den Weg gelaufen. Im Grunde ist die Geschichte auch sehr interessant und vielversprechend: eine geheime Liebe, die nur einen Sommer überdauert und doch ein Leben lang nachhallt. Die Realität sieht leider ein wenig anders aus.Geschmäcker sind grundsätzlich unterschiedlich, und das ist auch gut so. Allerdings verstehe ich die Begeisterung nicht. Die Grundidee ist gut, aber die ganze Handlung ist so emotionslos erzählt, dass mich nichts mitreißen oder in irgendeiner Weise mitfühlen lassen konnte.Das Buch beinhaltet zwei von Shattucks Erzählungen (von insgesamt zwölf, soweit ich weiß ¿). In der ersten geht es um Lionel und David, die zweite handelt von Annie, die sich in ihrem Leben etwas langweilt und dann eine interessante Entdeckung macht, die wiederum etwas mit der ersten Geschichte zu tun hat. Die zweite Geschichte fand ich wesentlich besser und gefühlvoller als die erste.Eventuell hat sich mir irgendetwas an der ersten Geschichte nicht richtig erschlossen, deshalb lasse ich mich gerne eines Besseren belehren. Wer von euch hat das Buch gelesen und kann mir vielleicht etwas auf die Sprünge helfen?