Schon seit Jahren ist Alex in den großen Bruder seines besten Freundes Bailey verliebt. Fast genauso lange sind die beiden Brüder allerdings zerstritten. Immer wieder versucht Alex, zwischen ihnen zu vermitteln, doch Bailey lässt sich davon nicht abbringen. Nun studieren alle drei am selben College und für Alex wird es zunehmend schwieriger, die Anziehung zu Romy weiter zu verdrängen.
Dank des angenehmen Schreibstils bin ich direkt gut in die Geschichte gestartet. Besonders gefallen hat mir, dass aus beiden Perspektiven erzählt wird, da man sich so besser in die beiden Protagonisten hineinversetzen kann. Da die Geschichte der beiden allerdings schon lange vor dem eigentlichen Buch beginnt, bleibt der Spannungsbogen insgesamt eher flach. Statt großer Konflikte erwartet einen hier vor allem eine süße Wohlfühlgeschichte.
Nichtsdestotrotz geben Alex und Romy ein sehr stimmiges Paar ab und es war schön, ihnen dabei zuzusehen, wie sie sich Stück für Stück näherkommen. Mit Bailey hatte ich dagegen so meine Schwierigkeiten. Er verhält sich oft wie ein verzogenes Kind, und seine anhaltende Ablehnung gegenüber seinem Bruder war für mich nur schwer nachvollziehbar. Umso besser, dass er im Laufe der Geschichte erkennt, dass sein Verhalten nicht in Ordnung ist, und beginnt, an sich zu arbeiten.
Eine ruhige, süße Liebesgeschichte mit Wohlfühlcharakter, die vor allem von der Dynamik zwischen den Figuren lebt. Auch wenn der Spannungsbogen eher flach bleibt, überzeugt das Buch durch seinen angenehmen Schreibstil und sympathische Hauptfiguren.