Nette Idee, aber die Umsetzung für mich echt nicht gut. Emotional distanziert und über weite Strecken zu banal. 1,5 ¿¿
Ich hatte das Buch noch auf meinem SuB, in der Zwischenzeit allerdings schon das neuere Werk der Autorin gelesen, mit dem ich bereits große Schwierigkeiten hatte. Ich wollte diesem Roman aber dennoch eine Chance geben. Nun muss ich abschließend feststellen, dass der Schreibstil der Autorin und ich einfach nicht zusammenpassen.Dabei finde ich es gar nicht so leicht zu sagen, woran es genau liegt. Was mich auf jeden Fall stört, ist das überdeutliche Ausformulieren von Gedanken oder Beobachtungen, die sich für mich schon implizit ergeben hatten. Dadurch wird mir der Raum genommen, um selbst zu fühlen und mich darüber mit den Figuren zu verbinden. Außerdem erschien mir die Charakterentwicklung nicht so richtig authentisch und stattdessen unnatürlich geradlinig, was mich einfach nicht reizt.Die Elemente des magischen Realismus, welche bildhaft alternative Lebensentwürfe abbilden, fand ich grundsätzlich eigentlich nett umgesetzt. Eine gute und kreative Idee hatte Lea Kaib da also auf jeden Fall, auch die Einbindung von Musik hat mir gefallen (wenngleich es mir auch hier nicht weit genug ging). Doch die Umsetzung war mir trotz aller geschilderter Emotionen zu flach und ich habe mich leider über weite Strecken hinweg gelangweilt.So verbleibe ich mit der ernüchternden Erkenntnis, dass auch dieser Roman nichts für mich war. Mir blieb Bonnie als Protagonistin sehr fremd, ich habe nicht wirklich etwas gefühlt beim Lesen und die Handlung war mir streckenweise auch zu banal und repetitiv.1,5 ¿¿