Erste Gedanken: Mounia hat mit dieser Trilogie einen absoluten Wohlfühlort geschaffen, von dem ich mich ehrlich gesagt noch nicht verabschieden möchte. Doch Purple Clouds Bittersweet Edition schließt das Kapitel gelungen und lässt mich hoffen, dass es vielleicht in kommenden Büchern noch einmal ein Wiedersehen mit manchen Charakteren geben wird.
Das Cover: Wie alle Bände der Reihe einfach nur verträumt schön. Oftmals gefällt es mir nicht, wenn die Charaktere auf den Büchern abgebildet sind, doch in diesem Fall gefällt mir der Illustrationsstil unglaublich gut!
Die Handlung: Linh Nguyen hat es geschafft: sie darf beim Magazin Purple Clouds in New York arbeiten und dafür endlich nach all den unschönen Ereignissen in Berlin in New York neu starten. Alles scheint perfekt zu sein, wenn sie nicht ständig an Xander geraten würde. Der Illustrator des Magazins wurde in den letzten Monaten von Linh auf Social Media nämlich hart für seine Kunst kritisiert und nun müssen die beiden in der Redaktion auch noch zusammenarbeiten. Anfangs scheint keine Einigung zwischen den beiden in Sicht zu sein, bis sie sich zusammenraufen müssen und dabei merken, dass sie sich doch besser verstehen als Anfangs angenommen
Meine Meinung: Diese Geschichte bietet nicht nur gute Unterhaltung mit spannenden Schlagabtauschen zwischen den beiden, sondern gibt auch vielen wichtigen Themen wie toxischer Männlichkeit und Trennungsschmerz in Freundschaften Raum. Die beiden machen es so unglaublich einfach mitzufühlen und tief in die Geschichte abzutauchen. Mounias Schreibstil führt spielend leicht durch die Geschichte und machte es mir unglaublich schwer, die Geschichte aus der Hand zu legen. Dennoch muss ich zugeben, dass ich gegen Ende manche Entscheidungen zwar verstehen konnte, mir jedoch der Schluss/ Showdown doch ein wenig zu dramatisch war.
Die Charaktere: Die Neugier bezüglich Xadens Verschlossenheit, baute sich bereits in den vorherigen Bänden bei mir auf umso gespannter war ich aus seiner Perspektive zu lesen. Doch vor allem Linh konnte mich sehr schnell für sich gewinnen und sie ließ mich bei all ihren Erfolgen und auch traurigen Momenten stark mitfühlen. Doch am meisten werde ich die wundervolle Freundesgruppe vermissen, dessen gemeinsame Momente ich am meisten ins Herz geschlossen habe. Mounia schreibt nicht nur schöne Liebesgeschichten, sondern auch wundervolle Freundschaften, was mir oftmals in Liebesromanen viel zu kurz kommt.
Fazit: Ein gelungener Abschluss, den ich nur empfehlen kann. Generell ist die gesamte Reihe unglaublich stark und kann ich nur empfehlen, da sie nicht nur Unterhaltung bietet, sondern auch Gesellschaftskritik an patriarchalen Strukturen übt! Von mir gibt es hier 4,5/5 Sternen und eine Leseempfehlung!