Ein Bakterium, das eines der größten Probleme der modernen Welt lösen könnte, birgt auch große Risiken. Welche Interessen prallen bei einer Forschungsreise im arktischen Polarmeer aufeinander? Und welche Gefahren verbirgt das blau leuchtende Bakterium?
* Atmosphäre: unbekannte Bedrohungen, die in eisiger Eismeer-Atmosphäre aufeinander treffen
* Kernthema: Schutz der unbekannten Tiefsee und unterschiedliche Interessen bei neuen Technologien
* Spannung: extrem rasanter und spannender Thriller im Kinoschnitt
* Für Fans von: handlungsorientierten Thrillern mit ein bisschen James-Bond-Feeling
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WORUM ES GEHT
Die Wissenschaftlerin Kristina Sabo und ihr Kollege arbeiten mit einem revolutionären Bakterium, das in der Lage sein könnte, dem weltweiten Energiehunger etwas entgegenzusetzen. Auf einer Forschungsreise in die Arktis treffen verschiedene Akteure mit unterschiedlichen Interessen aufeinander und das blaue Bakterium zeigt, dass es neben seinem Nutzen auch ein kaum kalkulierbares Risiko mit sich bringt
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MEIN EINDRUCK
Michael Thode war mir zuvor als Autor nicht bekannt. Blaues Feuer wirft sich als Wissenschaftsthriller in den Fokus und hat in mir große Erwartungen geweckt. Das Szenario mit dem blauen Bakterium, das die Welt verändern könnte, hat mich sehr begeistert und neugierig gemacht. Die Frage und die Abwägung zwischen Nutzen und Risiko einer bahnbrechenden neuen Technologie hat mich dabei am meisten interessiert.
Und der Thriller hat mich durchaus durch sein rasantes Tempo mit kleinen Kapiteln schnell in den Bann gezogen. Verschiedene Perspektiven bzw. Parteien mit unterschiedlichen Interessen wechseln sich ab und streben dem gemeinsamen Höhepunkt entgegen. Insofern kommt beim Lesen keine Langeweile auf und das Buch ist ein echter Pageturner. Sprache und Stil laden zusätzlich dazu ein, noch ein oder zwei Kapitel weiterzulesen, auch wenn es draußen schon dunkel ist.
Im Mittelpunkt steht Yorick Vard, ein ehemaliger Elite-Kampfschwimmer, der viele seiner Fähigkeiten zum Schutz einer Expedition in der Arktis braucht. Weitere Charaktere wie beispielsweise Kristina Sabo, ihr Kollege José oder eine vierköpfige Seglercrew ergänzen das Ensemble. Die Dynamik in der Handlung stellt sie ihnen einige schwere Herausforderungen. Dieser Handlungsdruck hat nach meinem Gefühl die emotionale Ebene der Figuren, ihren Hintergrund und mitunter ihre Motivation etwas überlagert.
Das Finale hat über das schon hohe Tempo hinaus, noch einmal nachgelegt, vielleicht sogar sich ein wenig selbst überholt. Aber die letzten Seiten glichen einem schnell geschnittenen Actionfilm. Die allermeisten Fragen wurden am Ende auch aufgelöst und die wenigen offenen Enden, verstehe ich als Andeutung auf einen Folgeband im kommenden Jahr.
Die wissenschaftliche Komponente wird gut dosiert eingesetzt. Das Buch verliert zu keinem Zeitpunkt seinen Charakter einer Unterhaltungslektüre, sondern bietet schlichtweg einige interessante Fakten, die man sehr gut mitnehmen kann.
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MEIN FAZIT
Blaues Feuer von Michael Thode ist Programm. Das blaue Bakterium und die Geschichte drumherum machen dem Leser mächtig Feuer. Das Buch ist ein temporeicher, kaum zur Ruhe kommender Thriller, der mit kurzen und knackigen Kapiteln immer wieder zu verhindern weiß, dass man das Buch zur Seite legt. Ein Pageturner, der mich von der Idee und Umsetzung sehr überzeugt hat. Lediglich den Figuren hätte ein wenig mehr Tiefe gutgetan. Ich freue mich jetzt schon auf die hoffentlich ebenso rasante Fortsetzung.