Nach drei Bänden voller Glitzer, Herzklopfen und royaler Unruhe fühlt sich Der Erwählte wie der Moment an, auf den ich gewartet habe. America steht vor ihrer schwersten Entscheidung, und genau das macht diesen Abschluss für mich so spannend. Zwischen Maxon und Aspen geht es längst nicht mehr nur um Liebe, sondern auch um Vertrauen, Mut und die Frage, welches Leben sich wirklich nach dem eigenen anfühlt.
Besonders mochte ich, dass America hier wieder stärker wirkt. Sie darf zweifeln, Fehler machen und Gefühle zulassen, ohne ihre eigene Stimme zu verlieren. Gleichzeitig zieht Kiera Cass das Tempo an. Intrigen, Gefahren und Wendungen sorgten dafür, dass ich immer noch eine Seite lesen wollte, obwohl ich längst schlafen sollte.
Natürlich bleibt die Geschichte romantisch, märchenhaft und manchmal herrlich kitschig. Genau darin liegt für mich der Reiz. Kleider, Palast, Krone und große Gefühle ergeben diese ganz eigene Selection Atmosphäre, die mich wieder eingefangen hat.
Als Abschluss der ursprünglichen Trilogie hat Der Erwählte für mich die richtige Mischung aus Romantik, Spannung und Gefühl. Nicht alles ist perfekt, aber ich konnte das Buch mit einem zufriedenen Seufzer zuklappen.