Es ist schön, wieder von Raynor und Moth zu lesen, die mir beide schon bekannt sind aus dem SALZPFAD. Mit dem ersten Buch haben sie einen respektvollen und sympathischen Eindruck hinterlassen, sodass man immer gern wieder über sie liest.ÜBERLAND ist die Geschichte einer erneuten Trail-Wanderung, dieses Mal beginnend in Schottland, über den Cape-Wrath-Trail mit einer Gesamtstrecke von 1600 km.Moth ist unheilbar krank, seine Geschichte ist erschütternd und auch die Umstände drumherum, die sie damals mehr oder weniger gezwungen hatten, in Cornwall weit zu wandern. Dann kam Corona und durch Sesshaftigkeit schritt Moths Erkrankung schneller voran. Das animierte beide dazu, wieder zu wandern, denn dann, so war es im SALZPFAD, ging es Moth besser, sein Körper wurde kräftiger und man hatte das Gefühl, dem Krankheitsverlauf die Stirn zu bieten.Die autobiographische Geschichte von ÜBERLAND geht ebenfalls zu Herzen. Durch Raynors bildhafte Beschreibungen lernt man die Gegend kennen und wandert selbst mit. Sie hat ein Händchen zum Schreiben und auch in ihrem dritten Buch bangt man mit ihnen, freut sich für sie und begleitet sie wie alte Bekannte.Die vielen Begegnungen während ihres Trails sind immer mit lebendingen Gesprächen und Hilfsbereitschaft verbunden.Auch Skurriles kommt ihnen unter.Dieses Mal schwebt allerdings immer ein Gefühl von "zu spät" mit. Raynor hat verständlicherweise Ängste um Moth, die ihre eigenen Ängste auf diesem teilweise gefährlichen und sehr anstrengenden Trail nicht mindern.Moth ist ein starker Charakter und Kämpfer und wird so lange es geht versuchen, der Krankheit davonzulaufen.