Spannender Pferderoman mit Krimi-Elementen, tollen Charakteren und einer wunderbar gereiften Elena. Wieder ein Highlight!
Mit "Elena - In letzter Sekunde" liefert Nele Neuhaus bereits den siebten Band ihrer beliebten Pferdereihe und auch diesmal konnte mich die Geschichte wieder vollkommen überzeugen.Je länger man die Reihe verfolgt, desto mehr wachsen einem die Figuren ans Herz. Besonders schön finde ich, wie Elena von Band zu Band erwachsener wird. Sie entwickelt sich weiter, übernimmt Verantwortung und wirkt inzwischen deutlich reifer als noch zu Beginn der Reihe. Genau diese Entwicklung macht es so spannend, sie weiterhin auf ihrem Weg zu begleiten.Dieses Mal liest sich die Geschichte stellenweise fast wie ein kleiner Kriminalroman. Als Elena und Melike zwei verwahrloste Pferde retten, stoßen sie auf immer mehr Ungereimtheiten rund um den verstorbenen Besitzer eines der Tiere. Die Nachforschungen sorgen für Spannung und bringen eine ganz andere Dynamik in die Handlung, als man sie von klassischen Pferdebüchern gewohnt ist.Natürlich kommen auch die Pferde nicht zu kurz. Besonders die Rettung von Priamos und die Beziehung, die sich zwischen ihm und Elena entwickelt, hat mir sehr gefallen. Gleichzeitig beschäftigt Elena die Frage, wie es mit ihrer Beziehung zu Farid weitergehen soll, als dieser ein Angebot eines Fußballvereins erhält. Dadurch werden neben dem Kriminalfall auch Themen wie Vertrauen, Zukunftspläne und das Erwachsenwerden aufgegriffen.Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und angenehm zu lesen. Die Seiten fliegen nur so dahin, und obwohl die Reihe inzwischen viele Bände umfasst, wird sie für mich nicht langweilig.Fazit: Ein spannender Mix aus Pferdegeschichte, Krimi und Jugendroman mit liebenswerten Figuren und einer tollen Weiterentwicklung der Charaktere. Für Fans der Reihe ein weiteres Highlight.