Bei einem nächtlichen Großeinsatz wollen Maarten S. Sneijder, Sabine Nemez und ihr Team Dr. Paul Conrad festnehmen. Er soll maßgeblich am Aufbau einer neuen Generation der RAF beteiligt sein und eine verheerende Anschlagsserie planen. Doch Conrad gelingt die Flucht. Als dann auch noch die geheimnisvolle Lea Fuchs mit ihren ganz eigenen mörderischen Absichten auftaucht, geraten Sneijders Ermittlungen endgültig außer Kontrolle.Wie gewohnt hat mich Andreas Gruber auch mit "Todesspur" wieder absolut begeistert. Dieses Mal fühlt sich der Fall allerdings etwas anders an als seine Vorgänger: Statt einer klassischen Serienmörderjagd geht es stärker in Richtung politischer Terror- und Actionthriller. Das war zunächst ungewohnt, hat für mich aber richtig frischen Wind in die Reihe gebracht.Die Geschichte startet direkt mit ordentlich Tempo und lässt anschließend kaum noch locker. Die verschiedenen Handlungsstränge greifen nach und nach ineinander, es gibt überraschende Wendungen und natürlich muss Sneijder wieder zu seinen ganz eigenen, äußerst kreativen Methoden greifen. Gerade diese Mischung aus Spannung, Action und den vertrauten Figuren hat für mich hervorragend funktioniert.Auch Sneijder und Nemez sind wieder genau so, wie ich sie liebe. Ihre Dynamik, Sneijders eigenwillige Art und der trockene Humor sorgen selbst in den brenzligsten Situationen für großartige Momente. Gleichzeitig bringt Lea Fuchs eine völlig neue und schwer einzuschätzende Komponente in die Handlung, die den Fall zusätzlich spannend macht."Todesspur" ist anders als die bisherigen Fälle, ohne dabei das zu verlieren, was die Reihe für mich ausmacht. Richtig gut konstruiert, durchgehend fesselnd und erfrischend anders - für mich erneut ein richtig toller Thriller und ganz klare 5 Sterne.