Andreas Gruber hat mich mit Todesspur wieder vollständig gefesselt und überzeugt. Der Einstieg ist rasant man wird ohne Umwege mitten ins Geschehen geworfen und die Spannung ist von der ersten Seite an greifbar.
Dieser achte Band der Sneijder-und-Nemez-Reihe unterscheidet sich in einigen Punkten von seinen Vorgängern. Das Thema und die Ausrichtung fühlen sich etwas anders an, was ich zunächst überraschend fand. Für mich hat das dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch getan im Gegenteil: Gruber beweist erneut, dass er auch neue Wege gehen kann, ohne die Stärken der Reihe zu verlieren.
Besonders gerne verfolge ich die Entwicklung von Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez. Beide wachsen als Figuren kontinuierlich weiter und auch ihre Beziehung zueinander entwickelt sich glaubwürdig.
Mit Lea Fuchs führt Gruber außerdem eine neue Figur ein, die mich sofort neugierig gemacht hat. Sie ist schräg, unberechenbar und gleichzeitig immer wieder amüsant eine echte Bereicherung für die Geschichte.
Die Handlung ist wie gewohnt raffiniert konstruiert. Andreas Gruber legt diverse Fährten und lose Enden aus, die sich nach und nach zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfügen. Gerade diese komplexe Erzählweise macht für mich den besonderen Reiz seiner Thriller aus.
Selbst der Epilog hat mich gefesselt und bewegt. Er regt zum Nachdenken an und bildet einen gelungenen Abschluss.
Und dann wäre da noch der Teaser zum nächsten Band: Gemein, aber unglaublich wirkungsvoll. Er macht sofort Lust auf die Fortsetzung auch wenn die Wartezeit jetzt gefühlt viel zu lang wird.