Solides Abenteuer, sympathische Figuren, gutes Setting ¿ aber vieles wirkte zu schnell abgehandelt.
"Im Bann des Zyklopen" war für mich ein gutes, solides Weiterführen der Percy-Jackson-Reihe. In die Geschichte bin ich ziemlich leicht reingekommen, was ich bei Fortsetzungen sowieso immer mag, weil man direkt wieder in dieser Welt ist.Percy als Protagonist mochte ich auch in diesem Band wieder sehr gern - er bleibt sympathisch, mutig und irgendwie einfach Percy. Auch Annabeth habe ich gemocht, ihre Dynamik mit ihm funktioniert immer, selbst wenn sie sich mal zoffen. Grover fand ich ebenfalls toll, besonders seine eigene kleine Mission hat gut reingepasst und mich oft zum Lächeln gebracht.Die Spannung würde ich auf einer 6 von 10 einordnen - man merkt einfach, dass es ein Kinder- bzw. Jugendbuch ist. Das ist vollkommen okay, aber für meinen Geschmack hätte es ein bisschen intensiver oder ausführlicher sein dürfen. Insgesamt gab es keine Szene, die sich richtig bei mir eingebrannt hat.Die Freundschaft zwischen den dreien hat mir dafür richtig gut gefallen. Diese vertraute Dynamik ist ein großer Grund, warum man die Reihe gern liest. Auch das Setting - vom Camp Half-Blood bis zum Abenteuer drumherum - war wieder schön beschrieben und hat mir gefallen.Was mich gestört hat: Die Handlung wirkte an vielen Stellen zu schnell und etwas reingeworfen. Ich hätte mir zwischendurch einfach mehr Zeit für Entwicklungen und Atmosphäre gewünscht - gerade weil das Potenzial da war.Das Ende fand ich dafür wieder gut und rund. Kein mega Cliffhanger, aber man möchte schon wissen, wie es weitergeht.