Emma Woodhouse ist hübsch, wohlhabend und genießt großes Ansehen in der kleinen Gemeinde Highbury, wo sie mit ihrem liebevollen Vater lebt. Nachdem ihre Gouvernante Miss Taylor eine sehr vorteilhafte Partie gemacht und Mr. Weston geheiratet hat, ist Emma davon überzeugt, dass sie die Verbindung zwischen den beiden zustande gebracht hat, und versucht, sich die Zeit als Ehestifterin zu vertreiben - wovon ihr Schwager und guter Freund Mr. Knightley ihr dringend abrät. Doch Emma lässt sich nicht beirren und findet schnell in Harriet Smith, einer jungen Frau aus weniger guten Verhältnissen, eine neue Freundin, die in den "Genuss" ihrer Unterstützung kommen soll ..."Emma" war das große Finale der Jane Austen Book Club Edition, und es hätte nicht besser gewählt sein können, denn dieser Roman vereint alles, was ich so sehr an Jane Austens Geschichten liebe: wundervolle Figuren, eine feinsinnige Sprache, zündenden Witz und eine bezaubernde Geschichte.Emma Woodhouse ist eine der faszinierendsten Austen-Heldinnen: klug, schlagfertig, wohlhabend und unabhängig, allerdings auch eitel und voreingenommen. Doch gerade diese Unvollkommenheiten machen sie so außergewöhnlich, weil sie aus ihren Fehlern lernt und daran wächst - eine Entwicklung, die ich mit großer Freude begleitet habe. Mr. Knightley bildet mit seiner besonnenen und ehrlichen Art den perfekten Gegenpol, und besonders ihre Gespräche und kleinen Reibereien machen für mich den Zauber dieses Klassikers aus: mal humorvoll, mal ernst, aber immer von gegenseitigem Respekt geprägt.Wir haben hier einen sprachlichen Hochgenuss durch und durch, der auch nach mehr als zweihundert Jahren nichts von seinem Charme verloren hat. Selbst die Tatsache, dass ich die Geschichte durch mehrere Verfilmungen bereits kannte, konnte meiner Begeisterung nichts anhaben. Ganz im Gegenteil - den Roman zu lesen, hat mir noch einmal gezeigt, wie viel Tiefe, Witz und Menschenkenntnis zwischen seinen Seiten steckt. Mit "Emma" hat sich Jane Austen endgültig in mein Herz geschrieben.