Ein Meisterwerk in seiner reinsten Perfektion ¿¿
¿¿¿¿¿¿¿¿¿:¿¿¿¿¿¿¿¿¿¿-"Du schaffst es, dass ich auch leben will, Aelin Galathynius", sagte er. "Nicht nur existieren, sondern leben." Er legte ihr die Hand an die Wange und holte tief Luft, als hätte er sich diese Worte in den letzten drei Tagen immer wieder genau überlegt. "Jahrhunderte lang bin ich in der Welt umhergewandert, durch Königreiche, Länder und Wüsten, ohne zur Ruhe zu kommen, ohne innezuhalten - nicht einen Augenblick lang. Immer habe ich zum Horizont gesehen, mich immer gefragt, was hinter dem nächsten Ozean liegt, hinter dem nächsten Berg. Aber ich glaube ... ich glaube, die ganze Zeit über, die ganzen Jahrhunderte lang, habe ich nur dich gesucht."-Wisst ihr, was ich liebe? Wenn einzelne Puzzleteile sich zu einem vollständigen und stimmigen Bild zusammenfinden. Band vier der ToG-Reihe hat mir so ein Gefühl geschenkt, denn endlich hat alles einen Sinn gemacht. Die verschiedenen Perspektiven der unterschiedlichen Charaktere, der langsame, detaillierte Aufbau des Worldbuilding, die Vorgeschichte von Celaena (ab sofort nenne ich sie Aelin) - einfach alles in seiner reinsten Perfektion. Und wenn man dann nochmal mit Verstand darüber nachdenkt, dass Sarah J. Maas die Reihe begonnen hat mit jungen 16 Jahren zu schreiben, dann verschlägt es einem einfach die Sprache. Denn wie schafft man es in so jungen Jahren, so ein unbeschreibliches Meisterwerk zu erschaffen? Ich kenne darauf keine Antwort. Jedoch muss ich so langsam mein Bewertungssystem überdenken, denn 5 Sterne reichen hierfür eindeutig nicht mehr aus. Es gab mehrere Szenen, bei denen mir die Tränen kamen. Es gab Momente, in denen ich die Worte angestarrt habe und es nicht realisieren konnte. Es gab Handlungen, in denen sich mein inneres Kind zu Tode gelacht hat, und es gab Aktionen, in denen mir die Worte fehlten. Die Emotionen fuhren Achterbahnen und ich war ein gern gesehener Gast. Ich möchte diese Achterbahn ein Leben lang weiterfahren, denn ich will nicht aussteigen - nie wieder.