Man bekommt das Gefühl, ihre bereits etablierten Charaktere langweilen Maas, da sie mit ihnen nicht viel macht und stattdessen neue einführt
Mir wurde gesagt, dass die Throne of Glass Serie ab dem dritten Band deutlich besser wird, ich fand den dritten Band aber bisher den schlechtesten der Reihe.Celaena wurde vom König nach Wendlyn geschickt, um das dortige Königshaus zu ermorden, auf Chaols Leiten hin, der Celaena dort für sicherer hielt. Celaena hat jedoch nicht vor, diesen Auftragsmord durchzuführen, und suhlt sich stattdessen in Wendlyn im Selbstmittleid. Dort wird sie letztlich von Rowan aufgegabelt, einem der Gefolgsleute ihrer Fae-Tante Maeve, der sie mitnimmt an einen Ort, wo sie beweisen soll, dass sie würdig ist, dass ihre Tante sie empfängt. Da sie ihre magischen Kräfte noch nie trainiert hat, trainiert Rowan sie.Zuhause lernt Chaol Celaenas Cousin Aedion kennen und nach ursprünglichem Mistrauen, arbeiten die beiden gemeinsam daran, mehr über den Magiebann des Königs herauszufinden.Dorian startet in der Zeit eine Romanze mit einer Heilerin.Neben Aedion als neue Perspektive, bekommen wir noch Manon als Perspektive dazu, eine Blackteeth-Hexe, die gemeinsam mit den anderen Hexen von Männern des Königs trainiert wird, seine angezüchteten Wyvern zu fliegen.Dafür, dass Celaena immer noch der Hauptcharakter dieses Buches ist, verbringen wir überraschend wenig Zeit mit ihr in diesem Buch. Persönlich fand ich das aber auch gut, da ihr Handlungsstrang der langweiligste aller Handlungsstränge dieses Buches war. Sie verbringt sehr viel Zeit in diesem Buch damit ihre Magie zu trainieren beziehungsweise nicht zu trainieren, und das geht sehr langsam voran und es passiert auch sonst nicht so viel in ihrem Handlungsstrang, sodass ich jedes Mal froh war, wenn wir von ihr weg wieder zu einem der anderen Charaktere gegangen sind.Am liebsten mochte ich in diesem Buch Manons und Aedions Sichtweisen, die meiner Meinung nach in diesem Buch auch am besten ausgebaut waren. Choals und Dorians (und ehrlicherweise auch Celaenas) Handlungsstränge liefen so bisschen einfach weiter nebenher, während man gemerkt hat, dass Maas viele Gedanken in die beiden neuen Charaktere gesteckt hat, wodurch diese als Charaktere, als auch ihre Handlungsstränge besonders gut ausgebaut waren. Ich bekam ein bisschen das Gefühl, dass Maas von ihren etablierten Charakteren ein wenig gelangweilt war und ihren Geschichten in diesem Teil nicht so viel zu geben wusste, dafür aber sehr viel mit diesen neuen Charakteren machen wollte.Während Aedions Handlung vor allem mit Choals Handlung sehr verstrickt war (und dadurch auch ein klein wenig mit Dorians), war Manons Handlung, ähnlich zu Celaenas, beinahe vollkommen unabhängig vom Rest. Es gab ein paar kleine Hinweise hier und dort darauf, dass es zur gleichen Zeit in der gleichen Welt passiert, aber die Charaktere und Handlung haben sich nicht überschnitten. Dies ließ mich insofern unzufrieden zurück, als dass Manons Handlung bis zum Ende des Buchs noch nicht mit dem Rest der Handlung in Berührung kam und ich mich gefragt habe, was in diesem Fall der Sinn dessen ist, uns Manons Sichtweise und Handlung zu zeigen. Da ich Manons Handlung und Sichtweise die interessanteste des Buches fand, war dies aber nicht so schlimm, da sie auch unabhängig sehr lesenswert war und ich mich immer wieder gefreut habe, wenn wir zu Manon zurückkamen. Ich hoffe trotzdem, dass Manons Sichtweise im nächsten Buch mehr Relevanz für die Haupthandlung erlangt, da es sich vielleicht sonst besser als Spin-Off-Novelle geeignet hätte.Alles in allem bin ich ja bereits vom Reich der Sieben Höfe gewöhnt, dass ich Maas Schreibstil ein wenig langwierig finde und auch wenn ich im Reich der Sieben Höfe und in der Throne of Glass Reihe durchaus meine Probleme damit hatte, wie Maas die Romanzen schreibt, war fehlende Chemie bisher noch keins der Probleme. Dies war in diesem Buch anders. Wir haben zwei neue Romanzen in diesem Buch, aber ich konnte beiden nichts abgewinnen, da ich keinerlei Chemie zwischen den jeweiligen Charakteren verspürt habe. Beide neuen Love Interests hatten ihre Wichtigkeit für den Fortgang der Handlung und diese haben sie erfüllt, aber ich habe an keinem Punkt eine wirkliche Verbindung zwischen den Charakteren gefühlt, die über "ja, sie müssen jetzt halt der Handlung wegen zusammenkommen" drüber hinaus ging. Ich sehe den narrativen Sinn, aber keine Begründung in den tatsächlichen Interaktionen der Charaktere. Ich habe in diesem Buch mehr Chemie zwischen Celaena und ihrem Cousin Aedion verspürt, die 1. Cousins sind und 2. sich dieses Buch nicht mal begegnet sind, als zwischen beliebigen anderen Charakteren in diesem Buch. Dies finde ich traurig, da ich von Maas mehr Chemie in ihren Romanzen gewöhnt bin.Insgesamt eher enttäuschend und kam für mich nicht an die bisherige Throne of Glass Reihe heran und auch noch nicht an die Reihe des Reichs der Sieben Höfe, die neuen Charaktere Manon und Aedion haben mich aber abgeholt und die Handlung dominiert.Noch kann ich nicht verstehen, wieso mir diese Reihe so viel empfohlen wurde. Vielleicht ist das einfach eins dieser Bücher, das man mit 16 gelesen haben muss, um es gut zu finden.