Eine leichter Krimi für eine kurzweilige Unterhaltung
Vorweg, das Buch war ein Geschenk und ich hatte meine lieben Probleme damit. Ich hab auch etwas gebraucht, mich in die Geschichte einzufinden, wer da wer ist. Ich möchte aber erwähnen, dass ich eher Thriller oder skandinavische Krimis oder Kriminalthriller lese. Die Geschichte um den ermordeten Star-Skifahrer empfand ich eher als eine Mischung aus Krimi und Cosy-Krimi oder anders gesagt, wer den Bozen-Krimi aus dem TV kennt, eine seichte Version davon. Mir hat einfach die Tiefe gefehlt, für mich blieben sowohl die Charaktere als auch die Fall- und Landschaftsbeschreibung oberflächlich. Ich hatte z. B. mehrmals Landschaftsbilder aus ddm Bozen-Krimi im Kopf, da hätte ich mir mehr individuelle Bilder auf das Buch bezogen gewünscht. Was mich wirklich gestört hat, waren die immer wieder eingeworfenen Abschweifungen besonders des Commissarios, S. 145 fand ich besonders schlimm. Ich hatte immer das Gefühl, kaum, dass ich im Lesefluss bin, kommt ein Stop. Es war so in etwa ein Stop and go - Feeling wie im Stau. Das war einfach nich fallrelevant - und irgendwann hat mich das tatsächlich genervt und ich habe mit den Augen gerollt. Was mir auch nicht gefallen hat, war die Auflösung und dass erst sehr spät zum Ende hin noch plötzlich zwei neue Personen eingeführt worden sind. Da es sich bei diesem Buch jedoch um eine Reihe handelt, kann ich nicht abschließend beurteilen, ob diese Personen nicht in früheren Ausgaben bereits eine Rolle gespielt haben. Mir persönlich gefällt es zumindest besser, wenn der Autor mit den bereits vorhanenen Personen "experimentiert". Eine Frage ist für mich offen geblieben, diese könnte aber natürlich mit der Fortdetzung der Reihe beantwortet werden. Wer solche Art von Krimis mag, ist damit wahrscheinlich gut unterhalten, aber meinen Geschmack trifft es eher nicht.