" Die Tote im Götakanal" ist der Auftaktband der Kriminalreihe der Autoren Maj Sjöwall und Per Wahlöö, die schon in den 60-iger Jahren erschienen sind.
Mir als Kriminalroman Liebhaberin war diese Reihe unbekannt und nun habe ich noch 9 Bände die ich lesen kann. Im Jahre 1964 wird die Leiche einer jungen Frau aus dem Borensee geborgen. Aufgrund ihres Zustandes ist schnell klar, sie kann noch nicht lange da gelegen haben und sie wurde auf übelste misshandelt. Die örtliche Polizei kommt schnell an ihre Grenzen und so wird Martin Beck aus Stockholm zu dem Fall hinzugezogen. Erst einmal kann die Leiche nicht identifiziert werden und die Ermittlungen geraten ins Stocken. Nur durch die Verbissenheit von Beck wird weiter gesucht und nach Monaten steht fest, es handelt sich um eine junge Frau aus Amerika. Es kommt zur Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Kollegen, doch der Täter wird deshalb noch nicht gefasst. Beck versucht es mit einem Lockvogel, doch auch dies geht schief....
Anfangs habe ich mich etwas mit der Sprache schwergetan und empfand einige Aussagen doch als sehr sexistisch, im Verlauf des Buches habe ich mich damit arrangieren können. Sprache ändert sich und diese Beschreibungen waren eventuell in den 60-iger Jahren üblich.
Insgesamt konnte mich das Hörbuch allerdings komplett überzeugen und ich habe viele Dinge der Ermittlungsarbeit wieder erkannt, die damals neu und innovativ, heute manchmal schon veraltet sind.
Dieses Autoren-Duo hat die Schweden-Kriminalromane aus der Taufe gehoben und dies auf geniale Art und Weise.
Günther Harder als Sprecher war prima gewählt und hat die Atmosphäre durch seine Intonation an der richtigen Stelle herausgearbeitet.