Der Norder Strickzirkel wollte eigentlich einen gemütlichen Ausflug zum Emder Engelkemarkt genießen. Doch als Gunda den Busfahrer Otto tot auffindet und sich herausstellt, dass auch noch die Tatwaffe ausgerechnet ihr gehört, ist es mit der Besinnlichkeit vorbei. Gemeinsam mit Sefa, Derk und den anderen nimmt der Strickzirkel die Ermittlungen auf und stößt dabei auf einige Verdächtige und mögliche Motive.
Nachdem ich Sefa, Derk und die anderen bereits durch zwei Fälle begleitet habe, habe ich mich sehr auf ein Wiedersehen mit dem Strickzirkel gefreut. Jeder von ihnen bringt seine Eigenheiten mit, mischt sich auf seine Art ein und zusammen sind sie eine Truppe, mit der ich jederzeit wieder ermitteln würde. Wobei ich wahrscheinlich eher mit Strickzeug daneben sitzen und kluge Kommentare abgeben würde .
Auch die Schafe dürfen natürlich nicht fehlen. Schon bei dem wunderschön gestalteten Cover habe ich mich gefragt, welches von Derks Schafen wohl diese witzige Mütze aufhat . Es hat mich sofort in gemütliche Weihnachtsstimmung katapultiert und gedanklich direkt wieder zum Strickzirkel geschickt. Wolle, Winter, Nordsee und ein bisschen Mord, passt doch perfekt.
Manuela Sanne schafft es mit ihrem warmherzigen Schreibstil den Kriminalfall interessant zu halten und viele unterschiedliche Verdächtige zu präsentieren. Zwischendrin ist es mal ernst, aber dann gibt es auch wieder etwas zum Schmunzeln, so muss ein Cosy-Krimi zur Weihnachtszeit sein: spannend genug, so dass ich wissen möchte, wer hinter der Tat steckt, aber gleichzeitig gemütlich und unterhaltsam.
Fazit:
Toter unterm Dannenboom ist für mich wieder ein richtiger Wohlfühlkrimi zum Schmunzeln und eine sehr schöne Fortsetzung der Reihe. Ich hatte unterhaltsame Lesestunden, viel Weihnachts- und Küstenatmosphäre, so sollte es sein. Und sollte irgendwann tatsächlich ein Platz im Strickzirkel frei werden: Ich hätte Stricknadeln und Wolle schon parat.