Ein neuer Serienkiller geht um in Berlin. Die Presse nennt ihn den Bodypainter, denn er hinterlässt wunderschöne Kunstwerke auf den Rücken seiner Opfer. Kommissar Nils Trojan nimmt den Fall auf und gerät selbst in tödliche Gefahr
Bentow hat seine Erzählweise geändert, was gut ist. Er erzählt nicht nur über die Ermittlungen, sondern auch aus Tätersicht, lässt seine Leser einen Blick in die Vergangenheit seiner Killer werfen. Somit versteht man sie beim Lesen auch um einiges besser, was den Roman in meinen Augen auch gleich spannender macht.
Auch Trojan arbeitet offensichtlich an seinem Fatalismus für Alleingänge. Ja, er macht sie noch immer, doch nicht mehr ganz so getrieben wie in den ersten beiden Bänden. Zudem hat er mit Stefanie eine Kollegin bekommen, die mit ihm auf einer Wellenlänge tickt und ihm Rückendeckung (und mehr) gibt.
Die doch komplizierte Art des Killers ist interessant zu lesen. Die Verkleidungen, die er benutzt, die selbst die Polizei narren, die Hinweise, die er an den Tatorten hinterlässt und teilweise erst später gefunden werden. Das ganze ist mehr als eine gewöhnliche Schnitzeljagd, es ist ein sehr spannendes und gefährliches Spiel, das Spaß macht zu lesen.
Besser als die beiden ersten Romane um Nils Trojan, wenn es auch nicht ganz zu den fünf Sternen reicht. Der Einfluss echter Polizei-Ermittler auf den Autor hat definitiv einen guten Einfluss auf das Gesamtwerk.