Meine Rezension zu Mordsfreunde von Nele NeuhausAuch wenn dieser Krimi schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, tut das der Geschichte und der Spannung keinen Abbruch. Mordsfreunde ist der zweite Fall für Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein.Ein Tierpfleger eines Zoos macht eine grausige Entdeckung: Im Elefantengehege liegt eine menschliche Hand. Die dazugehörige Leiche finden die Ermittler auf einer frisch gemähten Wiese gegenüber dem Zoogelände. Bei dem Toten handelt es sich um einen Lehrer und Umweltschützer, der von seinen Schülern verehrt, von einigen Einwohnern jedoch regelrecht gehasst wurde. Der Schreibstil ist flüssig, das Tempo hoch und die Geschichte lässt sich zügig lesen. Langweilig wird es definitiv nicht! Allerdings hatte ich diesmal das Gefühl, dass Nele Neuhaus ein bisschen zu viel des Guten wollte.Schon im ersten Fall haben mir die vielen beteiligten Personen und die verschiedenen Verwicklungen gefallen. Hier wurde für meinen Geschmack aber ordentlich eine Schippe draufgelegt. Es gibt unglaublich viele Figuren, die irgendwann verdächtig erscheinen, und neben dem eigentlichen Mord passiert gefühlt noch alles, was die Krimi Vorlage hergibt: ein weiterer Mord, Brandstiftung, Versicherungsbetrug, Internetkriminalität, Nötigung, Freiheitsberaubung und e Entführung.Irgendwann dachte ich mir: Frau Neuhaus, wir lesen einen Krimi und keinen Sammelband sämtlicher Straftatbestände! Trotzdem hat mich die Geschichte gut unterhalten. Die Spannung bleibt erhalten, das Erzähltempo stimmt und der flüssige Schreibstil sorgt dafür, dass man immer weiterlesen möchte.Fazit: Ein spannender, gut lesbarer Krimi mit vielen Verwicklungen, für meinen Geschmack allerdings mit etwas zu vielen Nebenhandlungen und Verdächtigen. Dennoch hat mir das Buch gefallen, und der nächste Teil ist bereits gespeichert.