
Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine »Lebensentscheidung« und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum neunundachtzigsten Geburtstag in Wien besucht, verschweigt er ihr jedoch seinen vorgezogenen Ruhestand. Und auch das Gespräch mit Nathalie, mit der er seit vier Jahren in Brüssel eine Beziehung führt, über die gemeinsame Zukunft misslingt. Dann treten Schmerzen auf, der Befund: Krebs, unrealistisch, dass er noch ein Jahr lebt. Und er fasst eine zweite, radikale »Lebensentscheidung«.
Mit existenzieller Wucht und zugleich leichtfüßig erzählt Robert Menasse in Die Lebensentscheidung von einem Wettlauf mit dem Tod. Eine kunstvoll komponierte Novelle über Leben und Sterben, Liebe und Familie.
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