Ein unterhaltsamer Reihenstart mit guter Story, kleinen sprachlichen Schwächen und einem offenen Ende, das Lust auf mehr macht.
Klappentext:Er hat keine Vergangenheit. Sie keine Zukunft.Der Auftakt der Midnight Chronicles449 entflohene Seelen. 449 Tage, um sie zurück in die Unterwelt zu schicken. Roxy weiß, dass ihre Mission so gut wie unmöglich ist. Dass sie jetzt auch noch ein Auge auf den mysteriösen Shaw haben soll, der von einem Geist besessen war und seitdem keinerlei Erinnerungen an seine Vergangenheit hat, passt ihr daher gar nicht. Vor allem weil das Kribbeln zwischen ihnen mit jedem Augenblick, den sie miteinander verbringen, heftiger wird. Und das ist nicht nur für Roxys Herz gefährlich - sondern auch für ihr Leben...Der Auftakt der Reihe mit Schattenblick - Midnight Chronicles von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl bietet einen soliden Einstieg in eine düstere Urban-Fantasy-Welt voller Geheimnisse, Gefahren und übernatürlicher Wesen.Die Storyline ist insgesamt spannend und gut aufgebaut. Man wird schnell in die Handlung hineingezogen und begleitet Roxy auf ihrem Weg durch eine Welt, die von Schattenjägern und dunklen Kreaturen geprägt ist. Allerdings bleibt die Geschichte in ihrer Tiefe stellenweise etwas zurück - einige Aspekte hätten noch stärker ausgearbeitet werden können, um der Handlung mehr Komplexität zu verleihen.Sprachlich fällt auf, dass sich bestimmte Formulierungen wiederholen, insbesondere das häufige "Schlucken" der Charaktere in emotionalen Situationen. Das kann auf Dauer etwas auffällig wirken und den Lesefluss leicht stören, auch wenn es der Spannung keinen gravierenden Abbruch tut.Das Ende des Buches ist relativ offen gehalten, was gut zur Struktur einer Reihe passt. Roxys Aufgabe ist noch lange nicht abgeschlossen, und viele Fragen bleiben unbeantwortet - ein klarer Anreiz, weiterzulesen und tiefer in die Geschichte einzutauchen.Fazit:Ein spannender, wenn auch nicht besonders tiefgründiger Auftakt, der mit einer interessanten Welt und solider Handlung überzeugt. Kleine sprachliche Schwächen und ein eher offenes Ende trüben das Gesamtbild nur leicht, machen aber gleichzeitig neugierig auf die Fortsetzung.