Der Autor Lemony Snicket dürfte den meisten Lesern als Verfasser der Reihe betrüblicher Ereignisse bekannt.
Präsentiert wird in diesem Buch aber eine ganz andere, neue, Geschichte. Eine Geschichte - so wahr wie Lemony Snicket selbst - die mit einer rätselhaften Notiz unter seiner Tür beginnt: »Sie hatten Gift zum Frühstück«. Um das Rätsel rund um seinen bevorstehenden Tod zu lösen, nimmt Snicket die Leserinnen und Leser mit auf eine Tour durch seine Vorlieben: die richtige Art, ein Ei zuzubereiten, eine verwirrende Idee namens »Tzimtzum«, das erhabene Vergnügen, in offenem Wasser zu schwimmen - und noch vieles mehr.
Lemony Snicket nimmt den Leser mit auf einer Spurensuche, wobei er häufiger abdriftet, seinen Gedanken und Überlegungen nachhängt und dem Leser so ein ganz außergewöhnliches Leseerlebnis bietet. Passend zur Handlung wird in der Ich-Perspektive das Geschehen wiedergegeben. Auf diese Weise vermischen sich Fiktion und Realität bzw Pseudo-Realität. Der Schreibstil selbst ist typisch für Lemony Snicket, nicht ganz einfach aber irgendwie mitreißend.
Das Buch bietet eine kurzweilige Geschichte, die eine packende Fasziniation auf den Leser ausüben kann. Gerade wer gerne außergewöhnliche Geschichten und Charaktere mag, wird hier eine lesenswerte Geschichte vorfinden, die durchaus lesenswert ist. Auch wenn der rote Faden aus dem Fokus gerät, so bietet die Handlung nebenbei viele interessante Überlegungen und Einzelheiten aus dem Leben des geheimnisvollen Lemony Snicket.