Gott zeigt sich, indem er sich entzieht. Will man von Gottes Offenbarung sprechen, so muss immer schon von Entzug die Rede sein. Patrick Ebert erörtert diesen Zusammenhang von Sichzeigen und Sichentziehen im Rückgriff auf die Phänomenologien Levinas' , Derridas und Waldenfels' und entfaltet davon ausgehend einen offenbarungstheologischen Entwurf.
Diese Arbeit wurde mit dem Manfred Lautenschlaeger Award for Theological Promise 2022 ausgezeichnet.
God shows himself by withdrawing himself. If one wants to speak of God's revelation, one must always speak of withdrawal. Patrick Ebert discusses the connection between revealing and withdrawing by drawing on the phenomenology of Levinas, Derrida and Waldenfels, and based on this he develops a concept of a theology of revelation.
This study was awarded the Manfred Lautenschlaeger Award for Theological Promise 2022. Offenbarung gilt im theologischen Diskurs des 20. und 21. Jahrhunderts als einer der bedeutendsten theologischen Grundbegriffe. Herrscht über das besondere Gewicht des Begriffs größtenteils Einigkeit, so gehen die Meinungen darüber, wie Offenbarung zu denken sei, konfliktiv auseinander. Patrick Ebert entfaltet ausgehend vom biblischen Befund, gemäß dem Offenbarung als Dynamik von Sichzeigen und Sichentziehen auftritt, einen eigenständigen offenbarungstheologischen Entwurf.
Da sich diese Dynamik von Sichzeigen und Sichentziehen als phänomenologisches Problem par excellence darstellt, entwickelt er im Rückgang auf die Phänomenologien Levinas', Derridas und Waldenfels' die Methode der indirekten Beschreibung, aufgrund derer ein Offenbarungsverständnis in seinen eschatologischen, christologischen, pneumatologischen und trinitätstheologischen Implikationen entfaltet wird.
Diese Arbeit wurde mit dem Manfred Lautenschlaeger Award for Theological Promise 2022 ausgezeichnet.