Ich war mir erst nicht ganz sicher, ob mir dieses Buch gefallen würde. Ich mochte zwar die Themen rund um Rassismus, Polizeigewalt und Blacklivesmatter-Demonstrationen, fand aber den Einstieg rund um die Plünderung ein bisschen klischeehaft.
Als aber dann Mo und Cooper zu ermitteln beginnen und immer tiefer in das Rabitt-Home um den Tod der verdeckten Ermittlerin eintauchen, da fand ich die Handlung dann doch spannend und total catchy. Neben dem Fall selbst ha mich vor allem Coopers innerer Zwist rund um seine moralische Integrität total abgeholt. Die Angst vor Verurteilung und Strafe, das Zweifeln an seinen Freunden und der Drang, vor dem Mädchen das er mag, gut dazustehen waren sehr nachvollziehbar angelegt.
Die Rolle der Polizei ist in diesem Jugendroman mal wieder belanglos bis enttäuschend. Klar wird das hier auch als stilistisches Mittel genutzt- die Abwesenheit springt einen geradezu an, schließlich haben sie ja einen potentiellen Täter bereits in Gewahrsam. Aber irgendwie hätte ich mir gerade vor diesem Kontext eine Bezugsperson aus den Reihen der Polizei gewünscht.
Es ist ein Roman, der ein wichtiges gesellschaftliches Thema aufgreift und in einen leicht verdaulichen Kontext packt. Hat mir gut gefallen