Die Autorin stammt ursprünglich aus Schleswig-Holstein, wo sie auf einem Bauernhof aufgewachsen ist. Im Rahmen ihrer Hauswirtschaftslehre verbringt sie einen Teil ihrer Ausbildung auf dem Hof der Boltens, wo sie auch ihren späteren Mann kennen lernt. Bevor es zur Auswanderung nach Kununurra kommt, verbringt die Familie mit ihren beiden kleinen Kindern jedoch ein paar Monate in Afrika. Doch das reicht Fraukes abenteuerlustigen Mann Friedrich nicht und so ziehen sie ins Outback nach Kununurra im Nordwesten des Kontinents. Wer den Film "Australia" von Baz Luhrmann gesehen hat, der hat dort auch Kununurra gesehen.
Der Anfang in Kununurra ist hart und aus dem Versprechen, dass sie eigentlich nur maximal zwei Jahre dort bleiben werden, wird nichts. Mittlerweile hat die Familie drei Kinder, ein weiteres kommt in Australien zur Welt. Der Staub durchdringt alles, das Haus ist bei Weitem nicht so komfortabel wie gedacht. Aus dem nahen Fluss kommen immer mal wieder Krokodile in den Pool, es ist unglaublich heiß und in der Regenzeit kommen riesige Wassermassen runter. Und der Anbau von Feldfrüchten ist nicht so einfach wie gedacht, denn die Hitze und Trockenheit ist unbarmherzig und wenn es dann endlich regnen, ist es so viel, dass die Ernte auch mal weggeschwemmt wird. Sehr anschaulich berichtet die Autorin von ihrer Zeit, von den Problemen, aber auch von der Zusammenarbeit der Menschen vor Ort, von Freundschaften, aber auch von Todesfällen, von einem Land, das dennoch unglaublich schön ist und vor allem von einer Frau, die nicht aufgibt und viele Neuanfänge wagt. Der familiäre Zusammenhalt ist hier sehr wichtig und ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Ich war bereits einige Male in Australien und kann mir vieles gut vorstellen, aber längst nicht alles. In der Mitte des Buches gibt es einige Fotos, die die Erzählung anschaulicher machen.