Artur Geier analysiert das Problem der Schutzkumulationen ökonomisch und zeigt, dass die Möglichkeit kumulativen Schutzes geistiger Leistungen aufgrund der dadurch entstehenden Rechtsunsicherheit auf Nachahmerseite zu weniger Wettbewerb und damit zu volkswirtschaftlichen Verlusten führt.
Artur Geier examines intellectual property overlaps from an economic standpoint by looking at the behavior of potential imitators after patent or design protection has expired. The author's analysis is based on the rational choice model and is confirmed by Behavioral Economics findings, enabling him to show that such overlaps increase legal uncertainty for potential imitators and make imitation a more expensive and therefore less attractive option. Artur Geier analysiert die Möglichkeiten kumulativen Schutzes geistiger Leistungen mithilfe des Immaterialgüter- und des Lauterkeitsrechts. Nach einer Bestandsaufnahme der Rechtslage wird diese aus der Sicht potentieller Nachahmer ökonomisch analysiert. Die Analyse stützt sich auf das Rationalverhaltensmodell und wird durch Erkenntnisse der Behavioral Economics bestätigt. Der Autor zeigt, dass die Möglichkeiten der Schutzkumulation zu Rechtsunsicherheit auf Nachahmerseite führen. Die Konsequenz davon ist, dass in vielen Fällen kein Wettbewerbsmarkt entsteht, obwohl immaterialgüterrechtlicher Schutz nicht mehr besteht. Verglichen mit einer hypothetischen Rechtslage ohne die Möglichkeiten kumulativen Rechtsschutzes kommt es zu volkswirtschaftlichen Verlusten. Artur Geier schlägt vor, das Problem innerhalb des bestehenden Rechtssystems zu lösen, da das geltende Recht bereits genügend Instrumente dafür bereithält.