Eine ältere Frau wird tot in Kristinestad aufgefunden. Sie ist völlig unterernährt und verwahrlost. Kommissar Mats Bergholm übernimmt die Ermittlungen und erhält dabei erneut Unterstützung von der Journalistin Eevi Manner. Als wenig später eine weitere Leiche entdeckt wird, gerät ein Familienmitglied von Mats ins Visier der Ermittlungen.
Ich hatte mich sehr auf den zweiten Band dieser Reihe gefreut und wurde nicht enttäuscht. Der leichte und flüssige Schreibstil sowie die kurzen Kapitel haben mir wieder ausgesprochen gut gefallen. Dadurch entwickelt die Geschichte ein angenehmes Tempo, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt. Erzählt wird abwechselnd aus der Perspektive von Mats und Eevi, wodurch man ihre Gedanken und Gefühle besonders gut nachvollziehen kann.
Sowohl die privaten Herausforderungen der Hauptfiguren als auch der erschütternde, gesellschaftskritische Kriminalfall haben mich von Anfang an gefesselt und bewegt. Gleichzeitig ist auch die Story abseits des eigentlichen Falls spannend erzählt.
Mats wird von seiner Vergangenheit eingeholt, was für einige Schwierigkeiten sorgt. Eevi steht vor ihrer letzten Behandlung und damit vor ihrer einzigen Chance, ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Die Autorin gelingt es, die private Probleme der Protagonisten gut mit dem spannenden Kriminalfall zu verbinden.
Der Fall wird zwar weitgehend abgeschlossen, doch der Cliffhanger am Ende hat meine Neugier auf den nächsten Band sofort geweckt. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Ermittlungen mit Mats und Eevi und empfehle das Buch sehr gerne weiter.