Welche Rolle kommt der Religionskategorie für die systematisch-theologische Theoriebildung zu? Diese Frage kann als unerledigte Problemstellung der neueren Theologiegeschichte gelten. Kathrin Mette sucht hierauf eine Antwort in der kritischen Rekonstruktion der Religionstheorie des bedeutenden, wenngleich umstrittenen, Theologen Falk Wagner.
Falk Wanger can be seen as one of the most important and at the same time most controversial systematic theologians in the second half of the 20th century. Up to now however his approach has not been studied to any great extent. Kathrin Mette deals with a significant part of this approach - the theory of religion in Wagner's early work. After reviewing previous research literature, she explores the motives for Wagner's basic conviction that modern theology has to begin with the category of religion. She traces the origins of Wagner's own transcendentalist concept of religion and then describes Wagner's critical examination of the possibility of a theology based purely on the theory of religion. A bibliography of all of Wagner's work, which (where possible) provides information on the original context of the individual works, completes the study. Falk Wagner kann als einer der bedeutendsten und zugleich umstrittensten systematischen Theologen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gelten. Sein Ansatz ist bisher allerdings noch weitgehend unerforscht. Kathrin Mettes Untersuchung widmet sich einem bedeutsamen Teil dieses Ansatzes - der Religionstheorie des wagnerschen Frühwerks. Nach einem Überblick über die bisher vorliegende Forschungsliteratur fragt sie zunächst nach den Motiven für Wagners grundsätzliche Überzeugung, dass die neuzeitliche Theologie mit der Religionskategorie einzusetzen habe. Sie geht der Genese von Wagners eigenem transzendentalphilosophisch angelegten Religionsbegriff nach und stellt im Anschluss daran Wagners kritische Auseinandersetzung mit der Möglichkeit einer rein religionstheoretisch basierten Theologie dar. Eine Bibliographie aller Werke Wagners, die (wo möglich) Auskunft über den Entstehungskontext der einzelnen Arbeiten gibt, rundet die Untersuchung ab.