Jules Verne und seine Vision der Zukunft
Wer sich für Science-Fiction interessiert, ist sicher schon einmal über die
Bücher von Jules Verne gestolpert. Berühmte Titel sind beispielsweise "20.000 Meilen unter dem Meer" oder "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde". Jules Verne wurde im Jahr 1828 in Nantes in Westfrankreich geboren. Seine Bücher werden auch heute noch immer wieder neu aufgelegt, gern gelesen und sogar verfilmt. Gemeinsam mit Größen wie H. G. Wells und Hugo Gernsback gilt Jules Verne heute als Mitbegründer der
Science-Fiction-Literatur.
Die Abenteuerlust, die sich in vielen seiner Bücher widerspiegelt, packte Jules Verne offenbar schon früh: Bereits als 11-jähriger Junge soll er versucht haben, sich an Bord eines Schiffs zu mogeln, wurde jedoch in letzter Minute entdeckt. Später bemühte er sich nach Kräften, einen "ordentlichen" Lebensweg einzuschlagen - er studierte Jura, arbeitete als Sekretär an einem Pariser Theater und versuchte sich als Börsenmakler. Das Schreiben jedoch begleitete ihn während der gesamten Zeit. Ein Glück für die Nachwelt, denn Jules Vernes Bücher sind mit den Jahren nur noch spannender geworden. Fortschritte in Wissenschaft und Technik der heutigen Zeit zeigen, welch gutes Gespür der Autor für die Möglichkeiten der Zukunft hatte.
Der Durchbruch gelang Jules Verne schließlich mit "Fünf Wochen im Ballon", das in Frankreich 1863, in Deutschland 1875 erschien und ihm einen Vertrag für weitere Bücher einbrachte. Auch wenn er für damalige Verhältnisse sehr erfolgreich war, hätte sich Jules Verne selbst wohl kaum erträumen können, wie langlebig seine Werke sein würden: Heute können Sie
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Jules Vernes "In 80 Tagen um die Welt" und sein Leben
Bis heute ist "In 80 Tagen um die Welt" eines von Jules Vernes bekanntesten Büchern. Zu seiner Zeit verhalf es ihm zu weitreichender Anerkennung - und das, obwohl die Science-Fiction-Elemente, die seine Werke enthalten, damals bei weitem noch nicht dem Geschmack der breiten Masse entsprachen. Mit dem Reichtum, den seine Kunst ihm verschaffte, war es Jules Verne möglich, selbst zahlreiche Reisen zu Wasser und zu Lande zu unternehmen, die ihn zu weiteren Werken inspirierten. Die schnell voranschreitende technische Entwicklung gab Anlass zu der Vermutung, dass seine Geschichten nicht für immer nur eine Zukunftsvision bleiben würden - was wiederum das allgemeine Interesse an seiner Arbeit schürte.
Abseits des Schreibens verlief Jules Vernes Leben schwieriger. Die Académie française, die Jules Verne gern besucht hätte, wusste seine ungewöhnliche Literatur nicht zu würdigen und lehnte sein Aufnahmegesuch ab. Im Jahr 1886 wurde er schließlich durch einen Pistolenschuss so schwer verletzt, dass er bleibende Behinderungen davontrug. Im Jahr 1905 starb Jules Verne - seine Bücher jedoch sind unvergessen.
Jules Vernes Bibliographie: ein Auszug
Jules Verne schrieb im Laufe seines Lebens zahlreiche Romane, Kurzgeschichten, Erzählungen, Bühnenstücke, Sachbücher und Essays. Im Gedächtnis geblieben sind jedoch vor allem einige wenige, die nahezu jedem Leser ein Begriff sein dürften. Als Jules Vernes beste Bücher gelten unter anderem:
- "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" (1864)
- "Von der Erde zum Mond" (1865)
- "20.000 Meilen unter dem Meer" (1869)
- "Reise um die Erde in 80 Tagen" (1873), später auch unter dem Titel "In 80 Tagen um die Welt" bekannt
Auch außerhalb der Literatur haben Jules Vernes Romane deutliche Spuren hinterlassen. Beispielsweise wurde das allererste Atom-U-Boot, die USS Nautilus, nach dem berühmten Schiff des Kapitän Nemo in "20.000 Meilen unter dem Meer" benannt. Ein Raumtransporter trug den Namen Jules Verne, und sowohl ein Krater auf der dunklen Seite des Mondes als auch der Asteroid 5231 sind nach dem französischen Schriftsteller benannt worden.
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