Der Fluch des Riesen

Folge 8 der 12-teiligen Romanserie Die Saga der Germanen.
eBook epub

Dieses eBook können Sie auf allen Geräten lesen, die epub-fähig sind.

Die Saga der Germanen wird fortgesetzt. Die Germanen werden von zwei Seiten bedroht: Nicht nur die Römer lauern auf sie, sondern auch die übermächtigen Truppen des Markomannenkönigs Marbod. Außerdem stehen nicht mehr alle Cherusker den Germanen Armin … weiterlesen
eBook epub

2,99 *

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar (Download)
Machen Sie jemandem eine Freude und
verschenken Sie einen Download!
Ganz einfach Downloads verschenken - so funktioniert's:
  1. 1 Geben Sie die Adresse der Person ein, die Sie beschenken
    möchten. Mit einer lieben Grußbotschaft verleihen Sie Ihrem
    Geschenk eine persönliche Note.
  2. 2 Bezahlen Sie das Geschenk bequem per Kreditkarte,
    Überweisung oder Lastschrift.
  3. 3 Der/die Geschenkempfänger/in bekommt von uns Ihre Nachricht
    und eine Anleitung zum Downloaden Ihres Geschenks!
Der Fluch des Riesen als eBook epub

Produktdetails

Titel: Der Fluch des Riesen
Autor/en: Jörg Kastner

EAN: 9783943824254
Format:  EPUB ohne DRM
Folge 8 der 12-teiligen Romanserie Die Saga der Germanen.
hockebooks GmbH

16. Dezember 2013 - epub eBook - 141 Seiten

Beschreibung

Die Saga der Germanen wird fortgesetzt. Die Germanen werden von zwei Seiten bedroht: Nicht nur die Römer lauern auf sie, sondern auch die übermächtigen Truppen des Markomannenkönigs Marbod. Außerdem stehen nicht mehr alle Cherusker den Germanen Arminius und Thorag im Kampf bei und ihre einstige Einheit ist zerschlagen. Doch eine weitere Bedrohung bahnt sich an: Die mysteriöse Jägerin Canis ist mit in das Gefecht gezogen, um Rache zu üben. Thorag ist wie gefesselt von der ebenso schönen wie exotischen Amazone. Er weiß aber auch, warum man sich im Kampf besser nicht von einer Frau ablenken lassen sollte ... Der achte Band der zwölfteiligen Romanserie »Die Saga der Germanen« von Jörg Kastner.

Portrait

Jörg Kastner, geboren in Minden an der Weser, war bereits als Kind und Jugendlicher ein begeisterter Leser mit einem Hang zu den Klassikern der Abenteuer- und Spannungsliteratur. So fiel es ihm nach erfolgreichem Jurastudium nicht schwer, sich gegen eine juristische Karriere zu entscheiden und den Beruf des Schriftstellers zu ergreifen. Genaue Recherche und die Kunst, unwiderstehlich spannend zu erzählen, zeichnen seine Romane aus. Bislang in fünfzehn Sprachen übersetzt, sind seine Bücher ...

Leseprobe

Kapitel 5 – Opfer für die Götter


Im letzten Augenblick riss Thorag seinen Rappen zurück und stieß einen lauten Warnruf aus: „Zurück, Männer, ein Abgrund!“

Der schwarze Hengst unter ihm wieherte schrill und tänzelte unruhig hin und her, als er die Gefahr erkannte, in die er fast gelaufen wäre. Die Dunkelheit von Nacht und Wolken hatte den steilen Abhang gut verborgen gehalten. Thorag streichelte den Kopf des Rappen und flüsterte dem Tier besänftigende Worte zu. Das Pferd konnte wirklich nichts dafür, eher Gueltar, der seinen Braunen nur eine Armlänge von Thorag entfernt gezügelt hatte. Hinter ihnen hielt die lange Reihe der Donarsöhne ihre Pferde an.

„Es tut mir leid“, murmelte Gueltar, der Thorags vorwurfsvolle Blicke in der Düsternis mehr erahnt als gesehen hatte. „Ich hatte es sehr eilig, zu den heiligen Steinen zurückzukommen, und habe mir anscheinend den Weg nicht gut genug eingeprägt. Zudem verhüllen Notts Schleier vieles, was ich im Lichte Dagrs wohl erkennen würde.“

„Das hilft uns nicht weiter“, entgegnete Thorag vorwurfsvoll und dachte daran, dass sie schon zum dritten Mal in die Irre geritten waren. „Wenn wir den Bärenstein nicht bald finden, können wir Armin nicht mehr helfen. Die Nacht der Sühne hat längst begonnen, und ihre Mitte rückt rasch näher.“

„Es muss hier irgendwo sein, ganz in der Nähe“, sagte Gueltar leise, und es klang wie eine Beschwörung. „Ich weiß es. Wenn es nur nicht so dunkel wäre!“

Thorag legte den Kopf in den Nacken und blickte hinauf zum Himmel. Der Regen hatte aufgehört, aber die Wolken lasteten dicht und schwer, wie eine Decke riesiger Felsblöcke, auf dem Cheruskerland.

„O Donar, mächtiger Gott des Wetters, stehe dei
nen Söhnen bei!“, sagte Thorag laut und feierlich. „Mit der gewaltigen Kraft deiner Lungen blase den grauen Mantel hinfort, den dein Vater Wodan über das Land der Cherusker gelegt hat!“

Andächtig rief die ganze Hundertschaft den Namen des Donnergottes und schaute erwartend nach oben. Aber kein Lufthauch regte sich, um die Wolken zu vertreiben. Donars Ohren blieben dem Flehen seiner Söhne auch nach mehrmaliger Wiederholung von Thorags Gebet verschlossen.

„Reiten wir weiter“, entschied Thorag deshalb. „Oder treffender ausgedrückt, zurück.“

Auf dem engen, durch dichten Wald führenden Weg war es nicht einfach für hundert Reiter, zugleich ihre Pferde zu wenden. Die Tiere waren störrisch, als spürten auch sie, dass alle Anstrengung vergeblich war.

Gueltar ritt niedergeschlagen neben Thorag und sagte: „Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn mich die Schuld an Armins Tod trifft. Mein eigenes Leben würde ich geben, um den Herzog zu retten!“

Kaum hatte der junge Sugambrer ausgesprochen, setzte ein Heulen ein, leise erst, dann immer stärker anschwellend. Die Kolonne kam ins Stocken, und überraschte Ausrufe pflanzten sich durch die Reihen fort. Von Sturmgeistern war die Rede, von Waldriesen und Nachtdämonen. Die Wipfel der Bäume begannen zu rauschen und beugten sich unter schwerem Druck, während über ihnen Bewegung in die starren Wolkenbänke kam.

„Das sind keine Nachtdämonen und keine Sturmgeister!“, rief Thorag freudig aus. „Donar hat unser Flehen erhört!“

Der heftige Wind, der unvermittelt aufgekommen war, spielte mit dem Haar von Kriegern und Pferden. Thorags langer Blondschopf wehte um sein Gesicht. Die eben noch dichte Wolkenschicht riss auseinander und teilte sich in mehrere Haufen, die sich wiederum teilten und dünner wurden. Die Sterne fu
nkelten durch die Lücken und schließlich auch die gelbe Mondsichel. Das düstere Land aus Bäumen und Felsen nahm Formen an, schemenhaft erst, dann deutlicher. Die Donarsöhne konnten endlich den Weg sehen, auf dem sie ritten, aber würden sie den richtigen finden?

Das Geräusch klang wie dumpfes Donnergrollen, das sich allmählich aus weiter Ferne zu den heiligen Steinen wälzte. Doch Armin, Ingwin und die anderen Edelinge des Hirschstammes, die in Armins Hütte versammelt waren, wussten sofort, dass es nicht Donar war, der seine wütende Stimme erhob. Zu gleichmäßig war der Rhythmus der dunklen Töne, zu schnell folgten sie aufeinander.

Ingwin sprang von der Bank auf und rief: „Sie kommen!“

Armin blieb sitzen und nickte schwach. Der Sühnezug kam, um den Hirschfürst abzuholen.

„Ich werde sämtliche Hirschkrieger im Lager zu den Waffen rufen“, sagte Ingwin grimmig. „Kein verfluchter Priester wird seinen Fuß in diese Hütte setzen!“

„Das müssen sie gar nicht“, erwiderte Armin. „Die Priester brauchen nicht in die Hütte zu kommen. Ich werde ihnen die gebührende Ehre erweisen und sie draußen empfangen.“ Auch er stand jetzt auf und zog seinen verrutschten Umhang gerade.

Ingwin und andere Edelinge des Hirschstammes blickten ihn mit geweiteten Augen an, mit Blicken, in denen Armin Unverständnis und Entsetzen las. Und die Bereitschaft, für ihren Fürst zu kämpfen und zu sterben, was ihn zugleich mit Stolz und Traurigkeit erfüllt.

„Du willst dich dem Kampf draußen stellen, Armin?“, fragte Ingwin, obwohl er den Herzog begriffen hatte, mit einem letzten Rest von Hoffnung.

„Nicht dem Kampf, sondern der Sühne“, erwiderte Armin gelassen und staunte selbst über seine Ruhe. Das Schicksal, das die G&o
uml;tter – oder zumindest die Priester der heiligen Steine – ihm zugedacht hatten, schien jetzt unausweichlich. Und gerade das verlieh Armin seine Ruhe. Er wusste, was ihn erwartete: ein gewaltsamer Tod. Aber das war besser, als den letzten Atemzug auf dem Kranken- oder Alterslager auszuhauchen.

„Das kann nicht dein Ernst sein, mein Fürst!“ Ingwin streckte seine Hände in einer unsicheren Geste aus, als könne er sich nicht entscheiden, ob er Armin anflehen oder kräftig durchrütteln sollte. „Da draußen erwartet dich der Tod!“

„Das weiß ich“, sagte Armin ernst. „Die Götter wollen nicht, dass Thorag mir Hilfe bringt. Also muss ich mich in den Tod fügen.“

„Aber es ist ein ungerechter Tod! Dich trifft keine Schuld an dem, was man dir vorwirft.“

„Seit ich Fürst des Hirschstammes und Herzog der Cherusker bin, habe auch ich oft Dinge getan und Entscheidungen getroffen, die mancher ungerecht findet. Der Maßstab ist nicht Gerechtigkeit, Ingwin, sondern das, was für unseren Stamm am besten ist.“

„Dein Tod?“ Ingwin schüttelte den Kopf. „Nein, das glaube ich nicht! Du bist ein guter Herzog, ein viel besserer als dein Oheim Inguiomar. Wir haben es im Krieg gegen Germanicus gesehen, als Inguiomars Entscheidungen uns ins Hintertreffen brachten. Wenn du von uns gehst, wird sich für die Cherusker vieles zum Schlechten wenden.“

„Wenn ich bleibe, noch mehr. Dann wird es bald keinen Stamm der Cherusker mehr geben. Nur noch verfeindete Sippen, die sich untereinander bekriegen und zerfleischen und dadurch eine leichte Beute werden.“

„Für wen?“

„Für Rom und für Marbod.“ Armin schwieg eine Weile und starrte in die flackernden Flammen des Herdfeuers, das ihm, dem Todgeweihten, keine Wärme zu spenden vermo
chte. Dann sah er alle Edelinge der Reihe nach an und sagte laut: „Mein Vater und viele seiner Vorväter waren Herzöge unseres Stammes. Auch wenn ich in dieser Nacht den Weg nach Walhall nehme, muss dies nicht das Ende des Einflusses bedeuten, den die Hirschsippe auf den ganzen Cheruskerstamm ausübt. Ein neuer Herzog aus dem Hirschgau kann sich Inguiomar entgegenstellen, aber mit friedlichen Mitteln, nicht mit Schwert und Schild.“

„Armin, du bist der Letzte von Segimars Blut“, entgegnete Ingwin. „Dein Bruder Isgar zählt nicht, seit er sich Flavus nennt und mit Leib und Seele Römer ist. Und Thumelikar, dein Sohn ...“

Ein zorniges Aufflackern in Armins Blick brachte den Kriegerführer zum Schweigen. Aber der Zorn des Herzogs galt nicht Ingwin, sondern den Römern.

„Ich gehe nur schweren Herzens in den Todeswald“, erklärte Armin. „Einer der Gründe, die mir diesen Weg so schwer machen, ist Thumelikar, mein Sohn, den ich niemals sah. Der in der Gefangenschaft geboren wurde, verdammt dazu, eine Geisel der Römer zu sein, wie seine Mutter Thusnelda. Vielleicht wird es euch eines Tages gelingen, sie beide zu befreien!“

Ingwin nickte. Es war ein stummes Versprechen.

Armin fuhr fort: „Ihr müsst einen neuen Gaufürst aus eurer Mitte wählen, und Ingwin wäre sicherlich keine schlechte Wahl.“ Sein Blick ruhte jetzt auf dem narbengesichtigen Kriegerführer. „Aber nur, wenn du dich nicht vom Hass leiten lässt, Ingwin. Du musst immer daran denken, dass es auch ein Leben jenseits von Krieg und Rache gibt und dass der Tod, mag er noch so ehrenvoll sein, nutzlos ist, wenn es keine liebenden Weiber, keine lachenden Kinder und keine Cheruskerkrieger mehr gibt, die das Land unserer Väter durchstreifen. Darum versprich mir, versprecht ihr alle mir, dass ihr mein Wort befolgt und euch dem Spruch der G&
ouml;tter fügt, ohne Waffenklirren und ohne Blutvergießen!“

Die Edelinge versprachen es, aber nur zögernd, einer nach dem anderen. Nur nicht Ingwin, der Armin mit verbissenem Gesicht anstarrte.

„Nun?“, fragte Armin. „Fällt es dir so schwer, deinem Fürst Folge zu leisten, Ingwin?“

Der Kriegerführer schluckte und...


Technik

Dieses eBook wird im epub-Format ohne Kopierschutz geliefert. Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Sie können dieses eBook auf vielen gängigen Endgeräten lesen.

Für welche Geräte?
Sie können das eBook auf allen Lesegeräten, in Apps und in Lesesoftware öffnen, die epub unterstützen:

  • tolino Reader
    Öffnen Sie das eBook nach der automatischen Synchronisation auf dem Reader oder übertragen Sie es manuell auf Ihr tolino Gerät mit der kostenlosen Software Adobe Digital Editions.

  • Andere eBook Reader
    Laden Sie das eBook direkt auf dem Reader im Hugendubel.de-Shop herunter oder übertragen Sie es mit der kostenlosen Software Sony READER FOR PC/Mac oder Adobe Digital Editions.

  • Für Tablets und Smartphones: Unsere Gratis tolino Lese-App
         

  • PC und Mac
    Lesen Sie das eBook direkt nach dem Herunterladen Herunterladen über "Jetzt lesen" im Browser, oder mit einer kostenlosen Lesesoftware, beispielsweise Adobe Digital Editions.

Bitte beachten Sie: Dieses eBook ist nicht auf Kindle-Geräten lesbar.

Ihr erstes eBook?
Hier erhalten Sie alle Informationen rund um die digitalen Bücher für Neueinsteiger.

Mehr aus dieser Reihe

zurück
Herzog der Cherusker
eBook epub
von Jörg Kastner
Todesbringer
eBook epub
von Jörg Kastner
Die Verschwörer von Ravenna
eBook epub
von Jörg Kastner
Flavus der Einäugige
eBook epub
von Jörg Kastner
Arminius und der Berserker
eBook epub
von Jörg Kastner
vor
Servicehotline
089 - 70 80 99 47

Mo. - Fr. 8.00 - 20.00 Uhr
Sa. 10.00 - 20.00 Uhr
Filialhotline
089 - 30 75 75 75

Mo. - Sa. 9.00 - 20.00 Uhr
Sicher & bequem bezahlen:
Bleiben Sie in Kontakt:
Hugendubel App
Zustellung durch:
1 Mängelexemplare sind Bücher mit leichten Beschädigungen, die das Lesen aber nicht einschränken. Mängelexemplare sind durch einen Stempel als solche gekennzeichnet. Die frühere Buchpreisbindung ist aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den gebundenen Preis eines mangelfreien Exemplars.

2 Diese Artikel unterliegen nicht der Preisbindung, die Preisbindung dieser Artikel wurde aufgehoben oder der Preis wurde vom Verlag gesenkt. Die jeweils zutreffende Alternative wird Ihnen auf der Artikelseite dargestellt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

4 Der gebundene Preis dieses Artikels wird nach Ablauf des auf der Artikelseite dargestellten Datums vom Verlag angehoben.

5 Der Preisvergleich bezieht sich auf die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) des Herstellers.

6 Der gebundene Preis dieses Artikels wurde vom Verlag gesenkt. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

7 Die Preisbindung dieses Artikels wurde aufgehoben. Angaben zu Preissenkungen beziehen sich auf den vorherigen Preis.

10 Ihr Gutschein TONIE10 gilt bis einschließlich 30.11.2020. Sie können den Gutschein ausschließlich online einlösen unter www.hugendubel.de. Keine Bestellung zur Abholung in der Buchhandlung möglich. Der Gutschein gilt nur auf Tonie-Figuren, Tonie-Transporter, Wandregale und Lauscher und nur solange der Vorrat reicht. Der Gutschein ist nicht mit anderen Gutscheinen und Geschenkkarten kombinierbar. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Ein Weiterverkauf und der Handel des Gutscheincodes sind nicht gestattet.

11 Bestellungen ins Ausland und der DHL-Paketversand sind von der kostenfreien Lieferung ausgeschlossen.

* Alle Preise verstehen sich inkl. der gesetzlichen MwSt. Informationen über den Versand und anfallende Versandkosten finden Sie hier.

*** Gilt für Bestellungen auf Hugendubel.de. Von dem verlängerten Rückgaberecht ausgeschlossen sind eBooks, Hörbuch Downloads, tolino select, das Leseglück-Abo, die eKidz.eu Apps sowie phase6 Apps. Das gesetzliche Widerrufsrecht bleibt hiervon unberührt.