Flavus der Einäugige

Folge 9 der 12-teiligen Romanserie Die Saga der Germanen.
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Die Vergangenheit der Cherusker holt Thorag ein. Auja und Thusnelda, die Frauen der Etruskerfürsten, sind noch immer in der Gewalt der Römer. Die Suche nach den beiden führt Thorag nach Ravenna. Hier muss er gegen monströse Sumpfschlangen kämpfen, um … weiterlesen
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Produktdetails

Titel: Flavus der Einäugige
Autor/en: Jörg Kastner

EAN: 9783943824261
Format:  EPUB ohne DRM
Folge 9 der 12-teiligen Romanserie Die Saga der Germanen.
hockebooks GmbH

16. Dezember 2013 - epub eBook - 65 Seiten

Beschreibung

Die Vergangenheit der Cherusker holt Thorag ein. Auja und Thusnelda, die Frauen der Etruskerfürsten, sind noch immer in der Gewalt der Römer. Die Suche nach den beiden führt Thorag nach Ravenna. Hier muss er gegen monströse Sumpfschlangen kämpfen, um Gaviana, die schöne Tochter des reichen Bürgers Apicius, zu retten. Dankbar nimmt dieser Thorag bei sich auf. Doch beunruhigende Ereignisse geschehen und Thorag wird in seinen Träumen von der Vergangenheit der Cherusker verfolgt. Immer wieder erscheint ihm ein Mann im Traum, Flavus der Einäugige, Bruder des Arminius. Thorag ahnt, dass er ihm bald begegnen wird ... Der neunte Band der zwölfteiligen Romanserie »Die Saga der Germanen« von Jörg Kastner.

Portrait

Jörg Kastner, geboren in Minden an der Weser, war bereits als Kind und Jugendlicher ein begeisterter Leser mit einem Hang zu den Klassikern der Abenteuer- und Spannungsliteratur. So fiel es ihm nach erfolgreichem Jurastudium nicht schwer, sich gegen eine juristische Karriere zu entscheiden und den Beruf des Schriftstellers zu ergreifen. Genaue Recherche und die Kunst, unwiderstehlich spannend zu erzählen, zeichnen seine Romane aus. Bislang in fünfzehn Sprachen übersetzt, sind seine Bücher ...

Leseprobe

Kapitel 5 – Armin und Flavus


Aus Urds Schicksalsfäden des Vergangenen:

„Es ist doch eine Falle der hinterlistigen Römer, ich habe es geahnt!“

Inguiomar, der die Worte gesprochen hatte, brachte mit einem heftigen Ruck am Zügel seinen Braunen zum Stehen. Armin, Thorag und die anderen Edelinge in ihrer Begleitung, Fürsten der Cheruskergaue und verbündeter Stämme, taten es ihm nach. Vor ihnen lichtete sich der Buchenwald und gab den Blick auf den rechten Arm der Weser frei. Der Fluss teilte sich zur Linken, an der etwa fünf römische Meilen entfernten Donarpforte, und ein Flussarm vollführte einen weiten Schlenker nach rechts, bevor er sich unterhalb der Stelle, an der Germanicus sein Hauptlager aufgeschlagen hatte, wieder mit dem linken Arm vereinigte. Thorag und Isgar – Flavus, bei allen Göttern, es war schwer, sich an den neuen Namen zu gewöhnen – hatten an der rechten Flusskrümmung eine Stelle zum Treffpunkt bestimmt, die aufgrund ihrer besonderen Seichtheit Sandfurt genannt wurde.

Sunna war seit Thorags Besuch bei Germanicus ein gutes Stück weitergewandert und hatte ihren goldenen Wagen längst über den höchsten Himmelspunkt gelenkt. Doch ihr goldenes Haar und das Gold des Sonnenwagens leuchteten noch immer so stark, dass die Edelinge ihre Augen mit an die Stirn gelegten Händen beschirmen mussten, um Genaueres zu erkennen.

Jetzt verstand Thorag Inguiomars Ausruf. Der Fürst der Ingsippe, Bruder von Armins verstorbenem Vater und wie der Neffe Herzog der Cherusker, hatte als Erster die Reiter gesehen, die am anderen Ufer des rechten Weserarms in langer Reihe aufgezogen waren und abwartend zu den Edelingen herübersahen. Dreißig oder vierzig Stück, eine Turme römischer Reiterei. Dass es Römer waren, erkannte Thorag an den Helmen und Kettenpanzern, die Sunnas Strahlen bei
der kleinsten Bewegung der Reiter aufblitzend zurückwarfen. Er kniff die Augen zusammen und bemerkte Bogen in den Händen der Soldaten sowie Pfeilköcher, die an ihren Seiten hingen. Hatte Flavus ihn getäuscht, oder war Germanicus selbst der Verräter?

Als Thorag dem einstigen Waffenbruder im Zelt des Imperators so unerwartet begegnet war, hatten sie nur wenige Worte miteinander gewechselt. Wie zwei Fremde, die nichts gemeinsam hatten. Als hätte Urd all die Sommer voller Abenteuer und die Winter voller spannender Erzählungen aus dem Schicksalsnetz gerissen. Vielleicht lag es auch an den vielen Zuhörern, an Germanicus und seinen Offizieren, dass keiner dem anderen etwas zu sagen wusste. Schließlich hatte Thorag gefragt, ob Flavus sich mit seinem Bruder treffen wolle. Die Einwilligung war eher zögernd und erst nach Rücksprache mit dem Imperator erfolgt.

Beim Verlassen des römischen Lagers – Thorag spürte dabei, wie ihn die hasserfüllten Blicke von Foedus und Chariovalda durchbohrten – war eine starke Beklemmung von dem Donarsohn abgefallen. Obwohl er seinen Auftrag nicht erfüllt hatte und er schmerzliche Enttäuschung darüber verspürte, Auja nicht gesehen und gesprochen zu haben, war er froh, aus der Mitte vieler Tausend Feinde zu verschwinden. Jetzt fragte er sich, ob Germanicus ihm nur mit der Absicht die Freiheit gegeben hatte, einen viel größeren Fisch ins Netz zu locken: sämtliche Anführer des germanischen Bündnisses.

Inguiomar, der schon vor dem Aufbruch zum Fluss eine römische List befürchtet hatte, sagte laut: „Wir sollten zurückreiten und Verstärkung holen. Wenn die Römer einen Kampf haben wollen, soll es nicht an uns scheitern.“

„Doch!“, sagte Armin scharf und war einmal mehr entgegengesetzten Sinnes als sein Oheim; der beständige Zwist zwischen den beid
en Herzögen war eine Belastung für die Cherusker und die verbündeten Stämme. „Dass die Römer einen Kampf wollen, steht nicht fest. Auch wir sind zu mehreren und würden verdächtig wirken, wären wir zuerst am Fluss aufgezogen.“

„Aber wir sind keine verräterischen Römer!“, grollte Inguiomar mit gefletschten Zähnen.

Armin blieb ruhig. „Reiten wir hin und sehen, was geschieht. Kehren wir jetzt um, werden uns die Soldaten des Germanicus als feige verspotten, besonders dann, wenn sie keinen Hinterhalt planen.“

„Wenn doch, reiten wir genau in ihr Schussfeld!“

Armin sah seinen Oheim missmutig an. „Wenn deine Furcht größer ist als dein Verlangen, vielleicht mehr über Thusnelda, Thumelikar und Auja zu erfahren, dann bleib hier!“

Und schon trieb Armin seinen Rappen so heftig an, dass die anderen Edelinge Mühe hatten, zu ihm aufzuschließen. Auch Inguiomar schloss sich, mit stark verkniffenem Gesicht, dem Trupp an. Thorag, der heute schon den Hass in den Augen des Bataverfürsten und des Präfekten Foedus gesehen hatte, glaubte, dass der Ingfürst seinem Neffen ganz ähnliche Blicke zuwarf. Einmal mehr hatte Armin sich durchgesetzt und den macht- und ruhmeshungrigen Rivalen auf den zweiten Platz verwiesen, und das im Beisein aller wichtigen Edelinge. Das nahm ein stolzer Mann wie Inguiomar nicht auf die leichte Schulter.

Als sie dem Fluss näher kamen, wandte Thorag seine Aufmerksamkeit den Römern am anderen Ufer und dem geplanten Treffen Armins mit seinem Bruder zu. Obwohl Armin einmal zu Thorag gesagt hatte, er würde bis ans Weltende Flavus’ Feind sein, hatte er dem Treffen sofort zugestimmt. Er dachte wie Thorag: Vielleicht konnten sie auf diesem Weg mehr über die geraubten Frauen und Armins Sohn erfahren. Und dann hatte Armin leise hinzugefügt: &bdqu
o;Vielleicht ist Isgar für unsere Sache doch nicht verloren.“

Thorag hatte da seine Zweifel. Doch wenn es unter den Cheruskern jemanden gab, der einen halsstarrigen Mann mit geschickten Worten umstimmen konnte, dann war es Armin.

Der Uferstreifen wurde flacher, und das Buschwerk trat zurück. Die gelben Blüten von Wassersumpfkresse und Gilbweiderich kitzelten die Bäuche der Pferde. Die Gestalten der römischen Soldaten waren deutlicher zu sehen, und Thorag erkannte ihren breitschultrigen Anführer. Er gehörte zu Germanicus’ fähigsten Truppenführern und war am Vormittag im Zelt des Imperators gewesen.

Der Donarsohn brachte seinen Falben an die Seite von Armins Rappen und rief halblaut: „Das ist der Reiterpräfekt Stertinius. Sehr ungewöhnlich, dass so ein hoher Offizier einen solch kleinen Trupp anführt. Wir sollten damit rechnen, dass dort hinten in den Wäldern weitere Reiter verborgen sind. Ich sage es nicht gern, aber vielleicht hat Inguiomar diesmal recht.“

„Bald werden wir es wissen“, antwortete Armin, zügelte sein Pferd dicht vor dem Fluss und rief: „Ich, Armin vom Stamm der Cherusker, grüße den Präfekten Lucius Stertinius. Es freut mich, den berühmten Krieger einmal aus der Nähe zu sehen. Wenn ich auch geglaubt hatte, meinen Bruder hier zu treffen.“

Thorag hatte dicht neben Armin angehalten und beobachtete jede Regung des Präfekten. Ein falsches Wort, ein geheimes Zeichen an die Bogenschützen, und der Donarsohn würde sich schützend vor seinen Blutsbruder werfen. Keine Handbewegung eines feindlichen Reiters und kein unruhiges Schütteln eines Pferdekopfes entgingen seinen beständig hin und her huschenden Augen.

Starr wie ein Standbild auf dem Forum Romanum saß Stertinius auf seinem lichtbraunen Hengst, die Hände zwischen den beiden vorderen Kn
äufen auf den mit Goldzierrat geschmückten Sattel gestützt, und erwiderte: „Auch ich fühle mich geehrt, mit Herzog Arminius zu sprechen. Caesar Germanicus hat mich gesandt, um sicherzustellen, dass sein Präfekt Flavus nicht in eine Falle läuft.“

Armin blieb äußerlich ruhig, sprach aber in einem schärferen Tonfall: „Ich habe es nicht nötig, jemanden in den Hinterhalt zu locken.“

„Damals schon, als du dich Quintilius Varus als Führer und Waffenbruder angeboten hast.“

Thorag bemerkte, wie Armins Mundwinkel zuckten, als verspüre der Herzog einen körperlichen Schmerz. Hatte ihn Stertinius’ Bemerkung so stark getroffen? Gewiss, nach römischer Auffassung hatte Armin, als er Varus in die Falle lockte und über den vermeintlichen Verbündeten herfiel, einen Treuebruch begangen, mehr noch: einen Bruch des Bündnisvertrags zwischen Cheruskern und Römern. Aber aus Sicht der Cherusker war jede Treuepflicht erloschen, als Varus begann, sie gewissenlos auszubeuten.

„Was damals geschah, geschah zu Recht“, rief Armin über den Fluss. „Du hast mein Wort, Präfekt, dass Leben und Freiheit meines Bruders nicht bedroht sind.“

„Wozu dann die vielen Begleiter?“

„Stellt sich ein römischer Feldherr ohne jedes Gefolge dem Feind gegenüber?“

„Du wirst durch dein Gefolge, Flavus durch meine Bogenschützen bewacht.“

„Es sollte ein Gespräch unter Brüdern sein, kein Zusammentreffen von Armeen“, bellte Armin.

„Schick deine Begleiter weg, dann werden sich auch meine Männer zurückziehen. Und noch eine Bedingung zur Sicherheit: Du und Flavus, ihr trefft euch ohne Pferde und ohne Waffen.“

Armin stimmte zu, stieg ab und übergab Schwert und Dolch an Thorag, der, einen zweifelnden
Blick über den Fluss werfend, fragte: „Weißt du auch, was du tust? Die Römer betreiben einen Aufwand, als sei Flavus ein Sohn des Tiberius.“

„Isgar ist wichtig für sie, vielleicht weniger als Präfekt denn wegen seiner Herkunft. Den Bruder des Arminius in ihren Reihen zu haben, macht ihren Kampf in den Augen vieler zu einer gerechten Sache, und auch die römischen Soldaten spornt es an. Zieh dich nur...


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