Mein Fazit:
Mord am Lago Maggiore" ist mein erster Roman der Autorin und ich muss sagen, dass er sehr gut gelungen ist. Obwohl etwas der Spannung fehlte, war er sehr gut lesbar.
Ein Krimi mit Wendungen, die unvorhersehbar waren. Am meisten hat mich Herbert Kummer, das spätere Opfer, in den Bann gezogen. Ein Ekelpaket der besonderen Art, ein Mensch, der seine Mitmenschen terrorisiert und beeinflusst hat, aber im Grunde seines Herzens einfach nur einsam war. Tabea (Schwiegertochter) und Ludwig (Sohn des Opfers) sind unkomplizierte Charaktere, die man sofort ins Herz schließt. Auch die anderen Protagonisten sind exzellent gewählt und reihen sich super in die Geschichte ein. Der Schauplatz der Tragödie ist Ascona, eine wunderschöne kleine Stadt am Lago Maggiore.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, modern gehalten, sie haucht den verschiedenen Charakteren Leben ein, sodass sie den Leser überzeugen. Die Beschreibung des Settings ist sehr interessant, zeitgenössisch und lädt zum Träumen ein. Verschiedene Schauplätze sind bekannt und wecken alte Urlaubserinnerungen. Der italienische Flair zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Man hat das Gefühl, dass man die meiste Zeit im Urlaub ist. Ein Krimi, geschrieben mit sehr viel Herzblut der Autorin. Für sie ein ungewöhnlicher Weg ins unbekannte Genre nach bisherigen Wohlfühlromanen, aber durchaus gelungen.