Spannende Ermittlung auf Rügen, Antiquitäten, Geld, Enteignungen, Untreue, Feuer - Romy und Reymann werden immer besser zusammen. 4-4,5*
Inhalt siehe Klappentext.Ich kenne immer noch nicht alle Bände der Romy-Beccare-Reihe von Katharina Peters, aber die Teile, die ich gelesen oder gehört habe, waren es auch wert. Im 15. Fall, Rügenmord, tappen Romy und Reymann nebst ihren Kollegen nach einem Brand in einer alten Scheune zunächst im Dunkeln. Die Ermittlung gestaltet sich schwierig und zäh, man tritt auf der Stelle und erst nach über 2 Wochen, die leider aus Zeitmangel auch zum Lesen gebraucht habe, kommt es durch minimale Lichtblicke zum Wendepunkt und dann geht alles ganz schnell. Romy ist forsch wie immer, ich denke, sie ist keine einfache Chefin, aber auch Reymann, der "merkwürdige Polizist", wie er sich selbst nennt, ist alles andere als ein best friend - trotzdem habe ich schon beim letzten Buch gemerkt, dass es zwischen den Beiden passt. Einer merkwürdiger als der andere, sie werden sicher kein Dreamteam, aber sie akzeptieren sich und ihre Macken, wissen, wie der andere denkt und das zählt in diesem Job - ich mag sie beide auf ihre Art! Romys Mann Jan ist immer etwas zurückhaltender als seine Frau, der ruhige Typ, der sie (unter)stützt. Ans Herz gewachsen ist mir auch Finn, der einfach immer alles weiß und kann, was ihm aber kaum einer zutraut. Die Schauplätze auf Rügen werden gut beschrieben, den Appartmentkomplex in Prora kenne ich aus einem der letzten Urlaube (nicht direkt dort, aber ich bin daran vorbeigefahren), trotz der traurigen Ereignisse im Buch ist die Insel immer wieder einen Besuch wert. Mir gefällt in diesem Band, wie in den anderen auch, die Art, wie die Kollegen untereinander agieren, man weiß, wer was kann und wie man sich ergänzt und unterstützt, ohne zu werten. Die Verdächtigen machen es da deutlich schwerer, erstmal alles abwehren und abstreiten, man kommt ihnen doch auf die Schliche - kein leichter Job für Romy & Co. Diese Frau hat soviel Energie, das ist schon fast erschreckend. Es gab auch kurze Wiedersehen mit Ruth sowie Emma Klar (die Reihe kenne ich auch), doch das verlief sich dann wieder. Mich konnte der neueste Fall mit seinen 352 Seiten und dem typischen düsteren Titelbild mitziehen, in dem es nicht nur um die Gastronomie der Insel ging, nicht nur um einen Scheunenbrand mit Antiquitätenschaden, sch...ule Männer und "treue" Ehefrauen, die Beziehungen auseinanderbringen, sondern um viel Geld, auch aus Enteignungen aus den 1930er Jahren, einem Mann, der zuviel wusste und einen Deckzettel bekommen sollte - 4 bis 4,5 Sterne gibt es heute dafür, wie Romy es den Befragten am Schluss gezeigt hat.