Romy Beccare und ihr Team sollen den Mörder des in einer Scheune verbrannten Buchhalters aufklären. Kein leichter Fall, denn Tom Kappler um den es sich bei der Brandleiche handelt, hat ein recht undurchschaubares Leben geführt. Vielfach hat er Aufträge als Auftragsbuchhalter übernommen, aber viel wichtiger waren ihm die Musik, das Feien fröhlicher Partys. Obendrein fühlte er sich zu Männern hingezogen, was nicht überall gut ankam. Geld stand bei ihm nie im Vordergrund. So stellt es sich für Romy dar. Aber warum zieht Tom, der sich ein Leben in Berlin aufgebaut hat, wieder in seine alte Heimat zurück? Nur wegen seiner hilfsbedürftigen Mutter?
Auch in diesem 15. Band der Romy Beccare-Reihe gibt es wieder übergreifende Zusammenarbeit zwischen BKA, LKA und den Kollegen in Schwerin. Nett fand ich es, dass sogar Emma Klar eine kleine Rolle zukam. Aber was die Ermittler am Anfang an Hinweisen für Wirtschafts- und Drogenkriminalität gedeutet haben, lässt Romy nicht als Motiv für den Mord an Tom Kappler gelten. Ihr Bauchgefühl sagt ihr, dass da ein anderer Grund vorliegen muss. Und dafür habe ich sie bewundert, denn sie liegt damit vollkommen richtig. Allerdings müssen sie den Fall noch einmal ganz von vorn aufrollen, was mir nicht unbedingt Spannung gebracht hat, da es zu vielen Wiederholungen und wenig neuen Erkenntnissen kam. Auf jeden Fall finde Gregor Reymann, vor dessen ruppiger Art und nicht vorhandener Zurückhaltung immer gewarnt wird, gar nicht schlecht. Die Zusammenarbeit mit Romy klappt in meinen Augen gut und manchmal muss man einen Zeugen oder Beschuldigten ein wenig aus der Reserve locken. Dafür ist Reymann der Richtige. Ich mag ihn.
Insgesamt gibts von mir 4 Lesse-Sterne.