Klappentext: "Ohne Dich ist doch alles nichts." Christiane VulpiusWeimar, 1788: Christiane Vulpius ist Putzmacherin in einer Kunstblumen-Manufaktur, als sie mit der Bittschrift ihres Bruders beim Geheimen Rat Goethe, dem begehrtesten Junggesellen Weimars, vorstellig wird. Gesellschaftlich trennen sie Welten, und doch ist es für beide Liebe auf den ersten Blick. Zunächst können sie ihr leidenschaftliches Verhältnis geheim halten. Als Christiane jedoch schwanger wird, schlagen ihr vonseiten der "guten Gesellschaft" Hass und Verachtung entgegen. Wird Goethe zu ihr und dem Kind stehen? Christiane verliert nicht den Mut, sondern kämpft um ihre Liebe.Die Geschichte einer unkonventionellen und mutigen Frau - kenntnisreich und hochemotional erzählt Meine MeinungEine Liebe gegen alle Konventionen: Die bewegende Geschichte der Christiane Vulpius"Ohne Dich ist doch alles nichts." Dieses Zitat von Christiane Vulpius fängt die Essenz einer außergewöhnlichen Liebe ein, die im Weimar des Jahres 1788 ihren Anfang nahm. In der vorliegenden Erzählung wird die faszinierende und oft missverstandene Beziehung zwischen der Putzmacherin Christiane Vulpius und dem Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe, dem begehrtesten Junggesellen Weimars, lebendig.Was als eine einfache Bittstellung des Bruders bei Goethe beginnt, entwickelt sich schnell zu einer leidenschaftlichen Romanze, die alle gesellschaftlichen Grenzen sprengt. Christiane, eine Frau aus einfachen Verhältnissen, und Goethe, der hochangesehene Dichterfürst - ihre Welten könnten unterschiedlicher kaum sein. Doch die Liebe, so wird eindrücklich geschildert, kennt keine Stände.Die Geschichte nimmt eine dramatische Wendung, als Christiane schwanger wird. Die "gute Gesellschaft" Weimars reagiert mit Hass und Verachtung auf diese unkonventionelle Verbindung. Hier zeigt sich die ganze Stärke Christianes: Trotz Anfeindungen und gesellschaftlicher Ächtung verliert sie weder Mut noch Hoffnung. Sie kämpft um ihre Liebe und um die Akzeptanz ihres Kindes. Was mich hier auch fasziniet hat, wie Goethe damals alle Wege in Bewegung setzt, damit seine Partnerin nicht an den Pranger kommt oder sonst zu leiden hat.Die Erzählung zeichnet das Porträt einer unkonventionellen und mutigen Frau, die sich den rigiden Moralvorstellungen ihrer Zeit entgegenstellt. Sie ist nicht nur eine passive Geliebte, sondern eine willensstarke Persönlichkeit, die für ihr Glück einsteht. Die Geschichte ist kenntnisreich recherchiert und fängt die Atmosphäre der Goethezeit authentisch ein, während sie gleichzeitig hochemotional die Höhen und Tiefen dieser besonderen Beziehung beleuchtet.Nachdem so oft im Buch von einem guten Wein geschrieben wurde, kann ich verstehen, warum so viele Kinder in der damaligen Zeit vor der Geburt gestorben sind. In dem Buch wird ihr Partner als Mensch mit persönlichen Zügen beschrieben. Hierzu paßt das Zitat gut, dass hinter einem großen Mann auch eine große Frau steckt.FazitTrotz einer Ehe ohne Papiere, eine Ehe mit einem ehrlichen Versprechen