Ich habe Der gute Mensch von Sezuan das erste Mal in der Schule gelesen und ehrlich gesagt war ich ziemlich überrascht, wie leicht und flüssig sich dieses doch recht alte Werk lesen lässt . Die Sprache ist klar, und auch wenn hier und da ein ungewohntes Wort auftaucht, versteht man den Text insgesamt sehr gut.
Was mich besonders berührt und zum Nachdenken gebracht hat, ist die zentrale Botschaft des Stücks: Wie schwer es eigentlich ist, ein guter Mensch zu sein und trotzdem in dieser Welt zu bestehen . An der Figur Shen Te sieht man sehr deutlich, wie sehr Menschen zwischen Mitgefühl und Selbstschutz hin- und hergerissen werden. Das fühlt sich manchmal fast traurig an, weil man merkt, dass gute Absichten allein oft nicht ausreichen.
Trotz der ernsten Themen ist das Buch nicht langweilig. Im Gegenteil: Durch einen kleinen Plot-Twist wird die Geschichte sogar richtig spannend . Außerdem ist das Stück recht kurz, was es in meinen Augen perfekt für den Schulunterricht macht man wird nicht erschlagen, sondern kann sich gut auf die Handlung und die Aussage konzentrieren.
Insgesamt fand ich das Buch überraschend interessant und auch emotional stärker, als ich es erwartet hätte. Es regt zum Nachdenken an und bleibt einem im Kopf, selbst nachdem man es beendet hat .