Bibliographische Angaben
Titel: Ostfriesenzorn
Autor: Klaus-Peter Wolf
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 11.02.2021
Taschenbuch, 504 Seiten
Zum Inhalt / Klappentext
Der 15. Ostfriesenkrimi Ann Kathrin Klaasen und eine Ermittlung, die so nie hätte geführt werden dürfen.
Sie will Urlaub machen auf Langeoog und am Strand entspannen. Dabei ist ihr Schicksal längst besiegelt. Denn der Mörder weiß genau, wo er sie später am Abend finden und ihr den Weg in die Ewigkeit zeigen wird. Sie ist das erste Opfer, weitere werden folgen. Bei ihren Ermittlungen erhält Ann Kathrin Klaasen unerwartet Hilfe von Dr. Bernhard Sommerfeldt. Eine Finte oder ein ehrliches Hilfsangebot?
Meine Meinung
Ich habe schon deutlich bessere Fälle aus dieser Reihe gelesen. Obwohl (oder vielleicht auch gerade weil) ich sowohl die Reihe um Ann Kathrin als auch die Trilogie im Dr. Sommerfeldt sehr mag, war dieses Buch doch eines, das so gar nicht gebraucht hätte. Es gibt wieder einen Serienkiller, denn Ann Kathrin und ihre Kollegen jagen. Dazu befreien sie Dr. Sommerfeldt aus dem Gefängnis. Das würde so niemals stattfinden und ist deshalb sehr unrealistisch. Auch habe ich mich gefragt: Fällt den Polizisten sonst nichts mehr ein, wie sie ermitteln sollen. Ermitteln kann man das in diesem Buch auch nicht nennen, denn außer der Aktion, dass sie Sommerfeldt freilassen, passiert in diese Richtung nicht viel.
Überhaupt zieht sich das Geschehen hier wahnsinnig in die Länger. Ich empfand es über weite Strecken sogar als langweilig und habe das Buch immer wieder zur Seite gelegt. Ich war froh, als ich die letzte Seite fertig hatte.
Was mich auch sehr gestört hat: In diesem Buch findet man alle paar Seiten Reklame. Reklame für die Bücher der Sommerfeldt-Reihe des Autors und, was ich noch viel schlimmer fand, alle Paar Seiten wurde die Lebensgefährtin des Autors, Bettina Göschl und ihr Wirken erwähnt. Dann hat sie offenem Fenster gesungen oder ihre Klampfe beim Lagerfeuer gezupft (nicht ohne zu erwähnen, dass sie ja Sängerin ist), dann spielen die Handys der Ermittler irgendeinen ihrer Songs. Zum guten Schluss wohnte sie in der Nachbarschaft und ist eine gute Freundin von Ann Kathrin. An allen möglichen und unmöglichen Stellen wurde sie erwähnt. Genauso wie das Café ten Cate. Das ist mir auch schon in den Vorgängerbänden aufgefallen. Leider.
Mein Fazit:
504 Seiten dahingeplätscherte Geschichte mit Werbung für die Lebensgefährtin, Lieblingsbuchhandlungen und -Cafés. Spannung: NULL. Das ist kein Buch, das ich weiterempfehlen werde. Vor mir gibt es hier 1 Stern, denn mehr ist es nicht wert.