Die Legende besagt, der Drache mit den vielen Namen bestehe aus Büchern, habe auf jede Frage eine Antwort und sei vom Orm durchströmt. Infolge einer Mutprobe macht sich Hildegunst Zwei als junger Buchling auf den Weg in den Ormsumpf, um den sagenumwobenen Drachen zu finden und ihm eine ganz bestimmte Frage zu stellen...Ich glaube, Walter Moers' Fantasiewelt liebt man entweder, oder man versteht sie nicht. Ich gehöre wohl zu letzteren. Nach den 13 1/2 Leben und der Stadt der träumenden Büchern wollte ich Moers mit dem Bücherdrachen nochmals eine Chance geben.Tatsächlich hat mir das Buch deutlich besser gefallen als die anderen beiden, die ich von ihm gelesen habe. Dies ist einerseits der Kürze zu verdanken: Durch die deutlich weniger lange Geschichte hatte ich keine Mühe, dem Roman zu folgen - in den anderen Zamonienromanen hat meine Vorstellungskraft jeweils mittendrin abgeschaltet, und ich konnte mir nichts mehr darunter vorstellen. Hier hatte ich hingegen keine Schwierigkeiten, mein Kopfkino aufrecht zu erhalten. Was ich nicht verstehe, ist die Rahmenhandlung, die um das Abenteuer gesponnen wird. Da klar ist, dass die Geschichte längst abgeschlossen ist, nimmt es die gesamte Spannung weg, da ich ja weiss, dass alles gut enden wird. Die Unterbrüche in der Geschichte unterbrechen ausserdem auch jedes Mal wieder die aufgebaute Spannung, geben aber in meinen Augen nichts zur Geschichte hinzu.Ich glaube, ich hätte es präferiert, die Erzählung zu lesen, und den Kontext der Rahmenhandlung nur in einem Epilog zu haben.