Interessante Mischung. Viel über Meeresarchäologie verbunden mit Magie und Liebe.
Zum einen haben wir Mari im Jahr 1821. Sie lebt in Positano, an der Amalfiküste, und es ist vorgesehen, dass sie einen Mann heiraten soll, den sie nicht liebt. Ihr größtes Geheimnis ist aber, das sie wie manch andere Frau des Ortes eine "Streghe", also eine Seehexe. Die Frauen können das Wasser so beeinflussen, das es dem Ort gut geht. Fischfang läuft gut und durch das Beeinflussen der Strömung können sie Unheil vom Ort fernhalten. Eines Tages trifft sie den Seefahrer Holms und beide verlieben sich ineinander.Dann sind wir in der heutigen Zeit und haben Haven. Sie hat ihren Vater verloren, der bei seinem letzten Tauchgang einen Schatz vor Positano entdeckte, diesem aber nicht mehr nachgehen konnte. Da kommt es sehr gelegen, dass sie mit einem Team die Schiffswracks an der Amalfiküste untersuchen soll. Als dann aber die Unterwasserwerte verrücktspielen, es zu einem Untergang einer Yacht kommt stolpert sie über eine alte Macht und eine unglaubliche Liebesgeschichte.Schön geschriebene Geschichte mit vielen tollen Aspekten der alten Seefahrt, Meeresarchäologie und dazu eine Portion alte Magie und eine Liebesgeschichte.Diesen Mix habe ich gerne gelesen. Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen.Toll beschrieben finde ich die damalige Seefahrt und die Meeresarchäologie in diesem Buch. Das macht für mich viel von dem Roman aus.Die Kulisse des Romans wird wunderbar vermittelt.Die beiden Frauen werden als starke Frauenfigur beschrieben, die für das, was ihnen wichtig ist, kämpfen.Die Bedrohung, die hier nicht nur für die Liebe auftaucht, ist spannend geschrieben. So fiebert man mit Mari und den anderen Seehexen mit.Abzug gibt es von mir, da mich die Liebesgeschichte von Haven nicht so ganz abholen kann, da ich hier vieles vorhersehbar fand. Da gefällt mir die von Mari erheblich besser.Auch die alte Magie finde ich schöner geschrieben.Die Männer können mich in diesem Roman auch nicht ganz überzeugen. Holms ist nett angelegt, aber fast zu perfekt. Enzo ist mir zu flach und nur eine Randfigur. Auch wie seine Mutter hier beschrieben wird konnte mich nicht ganz überzeugen und ihre Rolle in dem Ganzen.Trotz kleiner Kritikpunkte habe ich die Geschichte mit diesem spannenden Mix gerne gelesen