Die Aufgabe der Ethik besteht nicht zuallererst in der Bestimmung dessen, was man tun soll, sondern in der Klärung der Frage, was gut ist. Aber was ist der Zugang zu dem, was gut ist? Sung Hyun Kim erläutert, warum in einer jeden ethischen Konzeption von Gewissheiten zu sprechen ist.
According to G. E. Moore, all confusions and errors of ethical theory could be disposed of if the subject-matter of ethics was made clear. This is apparent to anyone who poses the question: "What is good?" By reflecting on the things which are "good in themselves" in his book Principia Ethica, G. E. Moore endeavours to establish ethics as a theory of the good. Sung Hyun Kim shows that if the implications of this prolegomenous claim are taken to their full extent in their relation to ethics, it can be seen that the quest for certainty is the fundamental question of any ethics. Alle Verwirrungen und Irrtümer der ethischen Theoriebildung können nach G. E. Moore beseitigt werden, wenn nur der Gegenstand der Ethik klar erfasst wird. Dieser aber steht jedem vor Augen, wenn er auf die Frage antworten muss: "Was ist 'gut'?" Mit der Besinnung auf das, was "in sich gut" ist, hat G. E. Moore mit seinem Werk Principia Ethica den Vorstoß zu einer Ethik als Gütertheorie unternommen. Sung Hyun Kim zeigt, dass, wenn dieser prolegomenarische Anspruch ernst genommen wird, die Frage nach Gewissheit die Grundfrage einer jeden Ethik darstellt.