Alles in allem ist Der Oktobermann ein rundum gelungenes Buch: charmant, spannend und liebevoll gestaltet.
Als Fan der Flüsse von London-Reihe war ich sofort neugierig: Ein deutscher Peter Grant? In Trier? Mit Weinbergen und alten Bräuchen? Und ja, Ben Aaronovitch liefert genau das und Christine Blum macht mit der Übersetzung die deutsche Version rund und lebendig.Tobi Winter, der deutsche Pendant zu Peter Grant, arbeitet beim BKA in der Abteilung für "komplexe und diffuse Angelegenheiten" (sprich: Magie). Er ist clever, sympathisch, ein bisschen bodenständig, aber immer mit dem nötigen Augenzwinkern. Die Mischung aus Humor, kriminalistischer Spannung und übernatürlichen Vorkommnissen macht die Geschichte von der ersten Seite an packend. Ich wollte ständig weiterlesen, um herauszufinden, wie die alten Bräuche, die Weinberge und die Mosel in die Magie verstrickt sind.Kleine Kritikpunkte: Manche historischen Exkurse ziehen sich ein wenig, und die Struktur der Magie unterscheidet sich von der britischen Version. Das kann beim ersten Vergleich leicht irritieren. Doch das sind wirklich nur marginale Details.Alles in allem ist Der Oktobermann ein rundum gelungenes Buch: charmant, spannend und liebevoll gestaltet. Fans von Peter Grant werden Tobi Winter lieben, und alle anderen bekommen einen magischen Einstieg in deutsche Kriminal- und Zauberwelten. Ich freue mich schon jetzt auf weitere Fälle von Tobi Winter!