Ein solider Poirot mit etwas langsamem Einstieg, der mich trotzdem gut unterhalten hat.
Elinor Carlisle steht vor Gericht und alles deutet daraufhin, dass sie Mary Gerrard aus Eifersucht vergiftet hat. Doch der Arzt von Elinors verstorbenen Tante, der sich in die mutmaßliche Mörderin verliebt hat, kann es weder glauben noch akzeptieren und kontaktiert Hercule Poirot, der für ihn herausfinden soll, ob es in Wahrheit nicht doch anders war...Insgesamt hat mir dieser Poirot wieder gut gefallen, auch wenn er für mich nicht zu den stärksten Fällen von Agatha Christie zählt. Zunächst habe ich mich ein wenig daran gestört, dass Poirot erst vergleichsweise spät in der Geschichte auftaucht. Rückblickend ergibt das allerdings durchaus Sinn, denn zunächst wird ausführlich die Familiensituation rund um Elinor, ihre Tante und Mary aufgebaut. Erst dadurch erhält der Fall die nötige Tiefe und die späteren Ermittlungen wirken umso nachvollziehbarer. Der Einstieg zog sich für meinen Geschmack dennoch etwas. Sobald Poirot jedoch die Bühne betritt, nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und ich war wieder voll dabei. Wie so oft gelingt es Agatha Christie, geschickt Zweifel zu säen und den Leser immer wieder über die wahren Zusammenhänge rätseln zu lassen.Auch wenn dieser Fall für mich weder zu den spannendsten noch zu den raffiniertesten der Reihe gehört, ließ sich das Buch wieder wunderbar lesen. Agatha Christies Krimis haben für mich einfach diesen besonderen Charme, der dafür sorgt, dass ich immer gerne zu einem neuen Fall von Hercule Poirot greife. Insgesamt vielleicht kein neuer Favorit, aber dennoch ein gelungener Kriminalroman.