Auch mit Band 6 der Reihe um Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez kann Andreas Gruber wieder voll überzeugen. Dieses Mal hat unser BKA-Ermittlerteam wirklich alle Hände voll zu tun: Während intern nach einem Verräter in den eigenen Reihen gesucht wird, werden Sneijder und sein Team nach Norwegen geschickt, um den Mord an der deutschen Botschafterin aufzuklären. Dort stoßen sie nicht nur auf rätselhafte Motive und wenig Kooperationsbereitschaft, sondern auch auf einen Gegner, der es absolut in sich hat. Der Thriller ist clever ausgearbeitet, sehr gut konstruiert und der Plot sitzt von vorne bis hinten. Gruber schafft es wieder einmal, mehrere Handlungsstränge so miteinander zu verweben, dass man permanent weiterlesen möchte. Keine Längen, keine unnötigen Umwege, kein "Wann passiert denn endlich wieder was?" - im Gegenteil: Ich hatte wirklich das Gefühl, die Zeit verfliegt beim Lesen.Sneijder ist wie gewohnt speziell, bissig, eigenwillig und genau deshalb so großartig. Zusammen mit Sabine Nemez ergibt das wieder diese Dynamik, die die Reihe für mich so besonders macht."Todesschmerz" ist spannend, düster, brutal, wendungsreich und einfach grandios konstruiert. Und dann dieses Ende ... ich habe wirklich den Mund nicht mehr zubekommen. Damit hat Andreas Gruber mich komplett erwischt.Für mich ein absolut starker sechster Band und ein Thriller, der zeigt, warum diese Reihe so viele Fans hat.Klare 5 von 5 Sternen.