Die Perspektiven von Kenji und Juliette beziehungsweise Ella waren stark, aber insgesamt hat sich vieles gezogen und zu oft wiederholt.
Imagine Me hatte auf jeden Fall seine starken Seiten, vor allem durch die mehreren Perspektiven von Kenji und Juliette beziehungsweise Ella. Gerade Kenjis Sicht bringt nochmal Dynamik rein und sorgt dafür, dass man bestimmte Situationen anders wahrnimmt.Allerdings hat sich das Buch für mich insgesamt ziemlich gezogen. Besonders Anfang und Mitte wirkten streckenweise langatmig, obwohl natürlich Dinge passieren. Trotzdem hatte ich oft das Gefühl, dass sich vieles wiederholt oder nicht wirklich vorangeht. Vor allem das Thema rund um Juliettes beziehungsweise Ellas Gedächtnislöschung fühlt sich inzwischen etwas ausgeschöpft an, da ähnliche Entwicklungen in den vorherigen Bänden schon mehrfach aufgegriffen wurden.Das Ende dagegen ging dann überraschend schnell. Gerade dort hätte ich mir mehr Ausarbeitung und Tiefe gewünscht, weil man eigentlich mit einem großen, ausführlichen Abschluss rechnet.Insgesamt kein schlechter Band, aber im Vergleich zu den stärkeren Teilen der Reihe hat er mich weniger gepackt.