Das Buch "Die verschwundene Schwester" ist der siebente Teil von Lucinda Rileys sieben Schwestern Reihe und wie der Titel schon sagt, geht es um die Schwester, die von Pa Salt nie gefunden wurde, zu der sich nun aber eine Spur auftut.Ich mag den Schreibstil der Autorin generell sehr gerne, so auch in diesem Buch. Er war angenehm zu Lese , gleichzeitig aber auch sehr bildhaft, sodass es mir sehr leicht fiel in die Geschichte einzutauchen und mir die unterschiedlichen Schauplötze lebhaft vorzustellen. Gleichzeitig hat mir aber auch Marys Geschichte sehr berührt, denn sie steckte voller unterschiedlicher Emotionen. Es gefiel mir sehr, wie die Autorin die unterschiedlichsten Gefühle in der Geschichte vermittelt hat. Wie für Lucinda Rileys Bücher üblich gab es auch hier wieder den Wechsel zwischen gegenwärtigen Ereignissen und der Vergangenheit. Während die bekannten Schwestern weiterhin nach Hinweisen auf die letzte Schwester suchen, führen die Rückblenden in eine bewegte Zeit der Geschichte. Vor allem die Einblicke in das Irland zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges und auch die Zeit danach empfand ich als sehr spannend. Das Leben der Menschen war von Armut, harter Arbeit und entbehrungsreichen Bedingungen geprägt, besonders im ländlichen Raum, wo jedes Familienmitglied mit anpacken musste. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, wie stark der Wunsch nach Freiheit war und mit welchem Mut viele Iren für ihre Unabhängigkeit kämpfen. In der Gegenwart erlebte man die Handlung aus verschiedenen Perspektiven, insbesondere aus denen der bereits bekannten Schwestern. Ich mochte es sehr gerne zu sehen, was bei den Schwestern in der Zwischenzeit geschehen ist und wie ihnen es ergangen ist. Dadurch wirkte jede einzelne der Schwestern mit ihrer jeweils unterschiedlichen Persönlichkeit lebendig und brachte auf der Suche nach der verschwundenen Schwester ihre eigenen Gedanken und Gefühle ein. Die Suche bleibt insgesamt spannend und führt zu neuen Spuren, überraschenden Wendungen und auch ersten Antworten. Zwar werden im Laufe der Geschichte einige Geheimnisse gelüftet, doch gleichzeitig entstehen neue Fragen, vor allem rund um Pa Salt, sodass ich mich schon sehr auf seine Geschichte freue.Mir hat "Die verschwundene Schwester" insgesamt sehr gut gefallen. Ich mochte die historischen Einblicke in Kombination mit einer emotionalen Familiengeschichte sehr gerne sowie auch der kurze Einblick in das Leben der sech bekannten Schwestern nach ihren jeweiligen Büchern. Von mir gibt es daher volle fünf Sterne und ich freue mich darauf, auch die letzten Geheimnisse aus der Reihe im Buch von Pa Salt zu erfahren.