
In Polizeiorganisationen orientieren sich Polizist*innen an den gegensätzlichen Idealen der Bürokratie und Kollegialität. Beide Ideale tragen zu einer Glättung im Sprechen über Differenzen bei. Dies hat Folgen für Frauen, Polizist*innen mit Hochschulabschluss sowie sexuelle und ethnische Minderheiten: Polizist*innen schweigen über ihre Differenzerfahrungen aufgrund einer Migrationsbiografie oder eines Coming-outs, um die Zugehörigkeit zur »Polizei als Familie« nicht zu gefährden. Nathalie Pasche zeigt anhand verschiedener Differenzlinien, wie diese Glättungspraktik zur Reproduktion sozialer Ungleichheiten beiträgt.
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