Die Vrekener und die Sorceri sind seit Ewigkeiten miteinander verfeindet, aber als sich Lanthe und Thronos als Kinder begegnen hält es sie nicht davon ab, dennoch zarte Bande miteinander zu knüpfen. Doch nach einer tödlichen Familienfehde werden sie erbitterte Feinde und sinnen jeweils auf Rache. Aber als das Schicksal seinen Lauf nimmt und sie sich in einer gefährlichen Welt aufeinander verlassen müssen, brodelt das Verlangen zwischen ihnen auf.Meine Meinung:Auf diese Geschichte habe ich mich bei meinem re-read der "Immortals After Dark" Reihe schon gefreut, weil ich Lanthe seit ihrem ersten Auftritt in Sabines und Rydstorms Lovestory sehr gerne mochte und gerade nach den Ereignissen auf der Insel war ich echt gespannt. Damals mochte ich sie zwar durchaus ganz gerne, empfand sie aber auch als recht langatmig und etwas schwach, sodass sie mir nicht zu positiv in Erinnerung blieb. Und das Schöne bei solchen re-reads ist es ja, dass man bekannte Bücher nochmals ganz neu erleben kann: entweder sagen sie einem nicht mehr so zu oder sie können einen überraschen und hier trifft das letztere sehr gut zu. Zwar finde ich immer noch, dass es einige Längen besitzt und das Ende kommt viel zu abrupt, aber mir gefiel der 13. Band um Längen besser als vor einigen Jahren.Die Geschichte begann mit dem Kennenlernen von Lanthe und Thronos und vom ersten Moment an spürte man, dass die beiden sofort eine gewisse Verbindung zueinander hatten. Ich fand es so süß, wie er in ihr selbstverständlich seine Gefährtin sah, während es sowas bei den Sorceri nicht gab und sie ihm demensprechend Paroli bot. Danach machte es einen ziemlichen Sprung von 500 Jahren und die Handlung setzte sich auf der Insel fort, wo Lahnte von Thronos entführt wurde und sie in einer Dämonenebende landeten, die nicht nur sehr gefährlich war, sondern auf der sie sich immer näher kamen, egal, wie sehr sich die beiden dagegen sträubten. Es entwickelte sich sehr langsam, nicht nur, was die Liebesgeschichte anging, sondern auch dem Verlauf der Handlung, die insgesamt ein wenig dünn ausfiel. Aber das machte mir nicht viel aus, weil die Chemie zwischen den Figuren echt klasse war und durch das recht sparsame Aufgebot von Charakteren wurde sich auch stark auf Lanthe und Thronos konzentriert, deren Beziehung mehr als kompliziert war. Einzig Sabine, Rydstorm und ein gewisser Meeresgott erhielten ein wenig Raum, aber nicht zu sehr.Stück für Stück erfuhr man mehr über ihre gemeinsame Geschichte, wie sie zu Feinden wurden und was danach mit ihnen geschah. Beide hatten ihre Wunden, Schwächen und hackten sich sehr oft die Köpfe ein, was ich oft zu herrlich fand und obwohl es sich teilweise wirklich sehr stark zog, fand ich es spannend, sie bei ihrer Reise zu begleiten. Ich hätte mir nur gerne gewünscht, dass mehr Schauplätze und etwas mehr Handlung vorgekommen wäre, da es doch ein paar Stellen gab, die sich ziemlich zogen. Aber es fesselte mich aufgrund der Chemie zwischen ihnen, die ich teilweise schmerzhaft fand, aber richtig schön spürbar und die langsame Entwicklung, die immer wieder Rückschritte hatte, wirkte authentisch.In diesem Band durfte man endlich wieder neue Orte in der Welt von Cole entdecken und durch die Vrekener und die Sorceri gab es zwei spannende Völker, die nicht unterschiedlicher sein könnten und ich fand ihre Gebräuche, Eigenarten und Merkmale sehr interessant. Dadurch gab es immer wieder viele Konflikte zwischen dem Paar, die ich an ein paar Stellen durchaus etwas ermüdend fand, da es sich zeitweilig im Kreis drehte, aber mir gefiel es auch, dass es nach einem Streit nicht gleich erledigt war, sondern sich eben langsam entwickelte und Zeit brauchte, gerade was die inneren Wunden von Lanthe und Thronos anging, die ich als Charaktere super fand.Beide hatten einige Päckchen zu tragen und durch ihre Fehde war es von Anfang schwierig zwischen ihnen. Sie konnten solche Sturköpfe sein und passten perfekt zueinander, denn nicht nur die Chemie stimmte, auch waren sie sich ähnlicher, als es ihnen lieb war und ich fand die Streitgespräche zwischen ihnen zwar auch schmerzhaft, aber vor allem zu herrlich. Lanthe mochte ich bereits vorher schon gerne, aber hier noch mehr. Sie war taff, definitiv nicht auf den Mund gefallen und wusste was sie wollte, ohne sich dafür zu schämen. Ich finde, dass sie sich von den weiblichen Charakteren aus den Vorgängern definitiv abhob und eine selbstbewusste Frau war, die auch eine sensible Seite in sich trug. Thronos dagegen hatte echt Schwierigkeiten sich auszudrücken und handelte anstatt vorher zu denken, aber wie Lanthe es so treffend ausdrückte, besaß er eine raue Schale, die nur seinen weichen Kern verdecken sollte. Eigentlich war er sensibel, schüchtern und fürsorglich, ohne erdrückend zu sein. Sein Problem war eben nur seine Schwierigkeiten in Kommunikation, was für einige Konflikte sorgte. Ihre Liebesgeschichte war ein auf und ab und auch wenn beide sich teils wie Idioten benahmen, fieberte ich mit ihnen mit, weil man merkte, dass sie sich wunderbar ergänzen konnten und zueinander gehörten. Das Tempo war die ersten Dreiviertel überwiegend langsam, aber in den letzten Seiten überschlug es sich etwas zu sehr und das Ende geriet zu abrupt. Hier hätte die Geschichte definitiv noch zumindest ein, zwei Kapitel gebraucht um runder zu wirken. So hatte ich das Gefühl, dass es recht getzt wirkte und Cole mittendrin aufgehört hatte. Es war zwar ganz süß, besaß aber Potenzial für mehr. Dennoch mochte ich den Stil sehr gerne und flog trotz der Längen nur so durch die Seiten, weil es einfach seinen gewissen Charme hatte und Spaß machte.Fazit:Ein re-read, der mir nun viel besser gefiel als damals und meine Sicht ein wenig änderte. Die Kabbelein machten Spaß, die Chemie stimmte und und es wurde sich sehr schön auf die gemeinsame Geschichte von Thronos und Lanthe konzentriert wurde, die nicht nur eine schwierige Vergangenheit besaß, sondern ein auf und ab war, das sich manchmal zu sehr im Kreis drehte, aber dennoch auch passte. Mir gefiel es sehr, neue Bereiche aus dieser Welt und deren Wesen kennenzulernen und endlich wurden auch mal die Sorceri wieder mehr ins Licht gerückt, die ich immer schon gerne mochte, wobei ich die Vrekener auch interessant fand. Zum Ende hin zog die Autorin das Tempo ein wenig zu sehr an und es fühlte sich an, als sei sie mittendrin unterbrochen worden, aber es war niedlich und passte für mich. Von mir gibt es:4 von 5 Sterne