Atmosphärischer Provence-Krimi mit Humor, Genuss und spannenden Ermittlungen bis zur überraschenden Auflösung.
Mit Provenzalische Intrige ist Sophie Bonnet erneut ein wunderbar atmosphärischer Krimi gelungen, der Spannung, Humor und südfranzösisches Lebensgefühl perfekt miteinander verbindet. Für mich war es bereits der dritte Band rund um Pierre Durand und insgesamt schon das vierte Buch der Reihe - und trotzdem fühlt sich jeder neue Fall wieder frisch und unterhaltsam an. Genau das macht diese Reihe für mich so besonders.Dieses Mal dreht sich alles um eine Seifenfabrik, geheimnisvolle Verstrickungen und den Mord an Barenthin. Schon früh entsteht eine spannende Stimmung, die sich bis zum Ende konsequent hält. Die Ermittlungen sind clever aufgebaut und ich muss ehrlich sagen: Auf den Täter wäre ich wirklich nicht gekommen. Genau so sollte ein guter Krimi sein - mit überraschenden Wendungen, falschen Fährten und einem Finale, das einen begeistert zurücklässt.Besonders mag ich an der Reihe aber nicht nur die Kriminalfälle selbst, sondern vor allem das ganze Drumherum. Pierre Durand ist ein unglaublich sympathischer Kommissar, dessen Privatleben immer wieder für humorvolle und manchmal herrlich peinliche Momente sorgt. Dieser leichte schwarze Humor, kombiniert mit charmantem Witz und kleinen Alltagsproblemen, macht die Figuren lebendig und authentisch. Man hat beim Lesen oft das Gefühl, mitten in der Provence zu sitzen und die Menschen persönlich zu kennen.Natürlich spielt auch das südfranzösische Flair wieder eine große Rolle. Die Landschaftsbeschreibungen, die kleinen Küstenorte, die Märkte, das gute Essen und die mediterrane Lebensart sorgen für eine wunderschöne Atmosphäre. Beim Lesen bekommt man direkt Lust auf Urlaub in Südfrankreich. Besonders schön finde ich außerdem, dass Essen und Genuss so liebevoll eingebunden werden. Die vielen kulinarischen Details machen das Buch noch gemütlicher und lebendiger. Die Rezepte im Anhang sind dabei ein zusätzliches Highlight und passen perfekt zur Stimmung des Romans.Auch die kleinen wiederkehrenden Elemente der Reihe sorgen für Wiedererkennungswert - etwa der tierische Sidekick mit der Ziege, der immer wieder für ein Schmunzeln sorgt. Genau diese Mischung aus Spannung, Humor, Genuss und Provence-Flair macht die Bücher von Sophie Bonnet für mich zu perfekten Wohlfühlkrimis.Mit rund 300 Seiten hat das Buch außerdem eine angenehme Länge: spannend genug, ohne sich unnötig in die Länge zu ziehen. Wer atmosphärische Krimis mit sympathischen Figuren, mediterranem Charme und überraschenden Ermittlungen mag, wird an diesem Buch große Freude haben. Für mich wieder eine absolute Empfehlung und ein weiterer gelungener Band der Reihe.