Thematisch zur Jahreszeit passend wollte ich "Die Halloween-Party" von Agatha Christie unbedingt noch im Oktober lesen.Dieser - in meinen Augen recht moderne - Poirot-Krimi spielt auf einer Kinderparty, die nicht ohne Opfer bleibt: die 13jährige Joyce wird in einem Eimer ertränkt aufgefunden. Im Laufe der Ermittlungen zeigt sich, dass Joyce kein beliebtes Kind war. Die meisten sind der Meinung, dass sie eine kleine Angeberin war, auf deren Wort man nicht allzu viel geben sollte. Deshalb messen die meisten auch Joyces Behauptung, sie habe einen Mord beobachtet, keine große Bedeutung bei. Nicht aber Poirot und seine Freundin Mrs Oliver, die sich der Sache daraufhin annehmen...Plottechnisch ist das hier wahrscheinlich nicht der feinste Agatha-Christie-Roman, aber trotzdem konnte mich "Die Halloween-Party" gut unterhalten. Besonders spannend fand ich, wie Christie das Halloweenfest Ende der 60er Jahre beschreibt: ein kleinerer Feiertag für Kinder, meilenweit von dem kommerziellen Wahnsinn, der heutzutage mit Halloween einhergeht. Oh how the times are a'changing.Gelungener Krimi für triste Herbsttage, werde ihn nun für ein Jahr ins Regal packen und nächstes Jahr sämtlichen Freunden und Familienmitgliedern leihen.