Hercule Poirot bekommt einen unerwarteten Anruf von seiner Bekannten, der Kriminalschriftstellerin Ariadne Oliver. Diese ist gerade auf einem Landgut zu Gast und soll dort während eines Sommerfestes eine Mörderparty zur Belustigung der Gäste organisieren. Sie bittet Poirot am Telefon um sein Kommen und da dieser sich gerade wiedereinmal langweilt, fährt er nach Nasse House, dort angekommen weiß er nicht wirklich, warum Mrs. Oliver ihn unbedingt dort haben wollte, als aber kurz darauf ein Mord geschieht, zeigt sich einmal mehr, dass Poirot zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.Das Buch, das hier den Titel "Mord mit verteilten Rollen" trägt, ist auch als "Wiedersehen mit Mrs. Oliver" zu finden. In dieser Version habe ich es gelesen. Die Figur der Ariadne Oliver, die manchmal doch recht anstrengend sein kann, tritt hier aber so wenig in Erscheinung, dass ich die Namensgebung eher nicht so gelungen finde. "Mord mit verteilten Rollen" trifft es da, rückblickend gesehen wesentlich besser, noch besser allerdings ist der englische Originaltitel. Ich frage mich da ja sowieso manchmal, warum die Originaltitel oft so verwirrend, oder unpassend übersetzt werden. Direkt zu Beginn des Buches lernt man, ganz in Agatha Christies Manier, alle wichtigen Figuren kennen und es gibt schon direkt die ersten Hinweise, denen man natürlich in diesem Stadium des Buches eher wenig Bedeutung beimisst. Generell weiß man bei A.C. ja eh nie, was wichtig und was eine falsche Fährte ist, deshalb muss man schon ziemlich aufmerksam sein beim Lesen. Trotzdem hilft einem das am Ende aber meist auch nicht viel bei der Lösung. In diesem Fall tummeln sich eine Vielzahl an Figuren im Herrenhaus und auf besagtem Gartenfest kommen noch unzählige dazu, so dass es nicht an Verdächtigen mangelt. Hier den Überblick zu behalten ist da nicht einfach und zum Glück wird die Polizei bei ihren Ermittlungen durch Poirot unterstützt. Doch auch dessen kleine graue Zellen kommen diesesmal eher schleppend voran und die Suche nach dem Mörder gestaltet sich eher zäh und langwierig. Natürlich wird der Fall am Ende in gewohnter Weise aufgelöst, final passt dann plötzlich auch jedes Puzzleteil an seinen Platz, nach wirklicher Plausibilität sollte man aber eher nicht suchen.Dieser Poirot ist eindeutig einer von A.C¿s eher ruhigeren, viele Figuren, viele Nebenschauplätze, viel typisch englisches zum schmunzeln. Miträtseln ist natürlich möglich, innerhalb unserer A.C. Lesegruppe wurde aufs Wildeste Spekuliert, der Wahrheit nahegekommen sind wir dabei aber eher nicht. Gelesen habe ich den Krimi natürlich trotzdem gerne, für A.C. Neulinge würde ich ihn aber eher nicht empfehlen.